Schlafen in Amsterdam oder: Wir übernachteten auf einem Boot.

Einige Tage, bevor es nach Amsterdam gehen sollte, wartete eine eher unerfreuliche Nachricht im Posteingang: Unser gebuchtes Hotel wurde nämlich storniert, da der Veranstalter, über den wir buchten, Insolvenz angemeldet habe. Ärgerlich genug, aber erst einmal musste natürlich schnellstens eine neue Unterkunft her.

Durch Zufall entdeckte ich das Botel in Amsterdam – ein Hotel-Boot – und war direkt begeistert. Durch ein Angebot bezahlten wir zu zweit weniger als 50 Euro und wurden zudem positiv überrascht.

Botel AmsterdamNach der Ankunft am Amsterdamer Hauptbahnhof kann man an dessen Rückseite kostenlos die Fähre nehmen, die ohne Umschweife Richtung Botel fährt. Und das Tag und Nacht, wenn auch nachts auf einer etwas anderen Route. Nahe dem Anleger gibt es nicht nur ein Botel, sondern auch ein paar wenige Cafés/Bars/Restaurants. Der Check-In ging sehr schnell und problemlos, die Angestellten waren superfreundlich und überreichten uns nicht nur eine gern genutzte Karte der Amsterdamer Innenstadt, sondern gleich auch noch eine Ermäßigung für die nächste Botel-Buchung. Yay!

Mit der Zimmer-Zuteilung hatten wir dann auch noch richtig Glück und erwischten eines im obersten Stockwerk, wodurch wir einen fantastischen Blick über den Hafen hatten. Botel Amsterdam_Blick über den Hafen bei NachtDas kostenfreie WLAN funktionierte problemlos, die Betten waren bequem, der Ausblick fantastisch, der Rest zweckmäßig, aber völlig okay. Das Badezimmer nutzt zwar einen sehr kleinen Raum, aber das ist ja erwartbar: Wir sind immer noch auf einem Boot, wenn auch auf einem sehr großen.

Insgesamt kann ich persönlich das Botel nur empfehlen: sehr gute Lage, sehr guter Preis, sehr guter Service. Eine zweckmäßige, aber hervorragende und ruhige Unterkunft, sofern man nicht den großen Luxus sucht. Und grundsätzlich hat für mich die Idee, auf einem Boot zu übernachten, auch einfach einen Reiz, der andere Hotels mal eben aussticht. Botel, ich komme wieder!Botel Amsterdam_Hafen