20 Dinge über mich. Möglicherweise wunderliche.

Ich fand gestern durch Zufall Inas Beitrag zum 20 Dinge-Blogstöckchen. Wie das manchmal so ist, bin ich da völlig reingeraten, habe die Zeit vergessen und einen Text um den nächsten gelesen, obwohl ich eigentlich längst schlafen wollte. Das ist aber egal, ich finde solche Texte über eigene winzigkleine Details, skurrile, merkwürdige oder einfach bisher unbekannte Leidenschaften, Fähigkeiten, Angewohnheiten, was.auch.immer ganz fantastisch. Zudem liebe ich Listen sehr. Und genau deswegen schnappe ich mir jetzt auch mal dieses Blogstöckchen und hoffe, einen Text beizutragen, der andere so erfreut wie die mich die gelesenen, beispielsweise von Pia Ziefle, Wibke Ladwig und Svensonsan.

1. Als ich zum ersten Mal Sushi gegessen habe, fand ich es furchtbar und war mir sicher, es nie wieder zu essen. Einige Wochen später hatte ich aus völlig heiterem Himmel ohne Ende Appetit auf Sushi, holte mir am nächsten Tag welches (im gleichen Restaurant) und bin seither großer Fan. Geht auch schon zum Frühstück.

Briefe2. Ich liebe das Internet und digitale Gadgets. Aber um meine Gedanken zu sortieren, kreativ zu denken, Texte zu strukturieren und zu schreiben, bin ich am liebsten offline. Und schreibe ganz klassisch auf Papier, am besten auf diesem mit der französischen Lineatur.

3. Ich habe ein Faible für Quersummen. In der Folge stelle ich meinen Wecker nicht auf „klassische“ Uhrzeiten, sondern auf solche, die mir aufgrund ihrer Quersumme gefallen. Wenn ich mich im Restaurant zwischen zwei Gerichten nicht entscheiden kann, wähle ich das mit der schöneren Quersumme. Und auch am Flughafen neulich beruhigte mich völlig irrationalerweise nicht das Wissen um die statistische Sicherheit des Fliegens, sondern die Tatsache, dass das Abfluggate eine schöne Quersumme hatte.

4. Überhaupt, das mit der Flugangst: Hatte ich, als ich klein war, überhaupt nicht. Irgendwann war sie auf einmal da. Als ich aus Jobgründen später mehrfach in kurzer Zeit fliegen musste, verschwand sie wieder. Und obwohl ich in letzter Zeit durchaus häufiger in einem Flugzeug saß, ist sie auf einmal wieder da. Gefällt mir gar nicht.

5. Australien war früher nie mein erklärtes Reiseziel. Überhaupt nicht. Im Rahmen der Olympischen Spiele in Sydney hab ich mal einen Bericht über die ganzen Tiere gesehen und fand das alles nur ganz beängstigend. Aber vor 1,5 Jahren war auf einmal dieser Australienwunsch da und die Faszination ließ mich nicht mehr los. Und jetzt freue ich mich riesig darüber, bald nach Sydney zu reisen. Vor den Tieren habe ich Respekt, aber bisher machen mir die Gedanken darüber keine Angst. Ich hoffe, das bleibt so.

6. Ich habe den ersten 3 Engel für Charlie-Film unzählige Male gesehen. Er ist immer noch einer meiner Lieblingsfilme, weil er gute Laune macht und der perfekte Freitagabendfilm nach einer anstrengenden Woche ist. Meine Liebe geht so weit, dass ich mit einem Filmausschnitt mal ein Referat eröffnete, obwohl ich fürchtete, die Dozentin würde mich rauswerfen. (Sie fand es glücklicherweise gut.)

7. Als ich Jürgen Klopp 2011 begegnete, erkannte er MICH wieder. Ich war am Vorabend beim Testspiel des BVB gegen St. Gallen im Stadion gewesen und dort vor Spielbeginn mal auf der Stadionleinwand zu sehen. Am nächsten Vormittag sagte Kloppo bei einem Fotoshooting dann „Dich kenne ich doch, du warst gestern im Stadion.“ Ich kannte dann erst mal meinen eigenen Namen nicht mehr, sozusagen.

8. Ich finde, Kartoffeln schmecken nach nichts, aber ich mag sie trotzdem nicht. Also zumindest nicht pur, ohne irgendetwas anderes. Mit viel Sauce geht’s, mit viel Fleisch eher nicht.

9. Ich habe ein bilinguales Abi gemacht und meine Politik- & Wirtschaftskurse auf Französisch sowie Geschichte auf Englisch absolviert. Ein hochoffizielles Zertifikat gibt es leider nur für Französisch, da der bilinguale Geschichtsunterricht der erste Testkurs war und wir das deshalb irgendwie nicht bekommen durften (im Abizeugnis steht es daher irgendwo bei den Notizen).

10. Ich liebe die französische Sprache und beherrschte sie, siehe Punkt 9, zu Schulzeiten auch ziemlich gut. Dennoch sprach ich nach dem Abitur 8 Jahre lang nicht mehr Französisch und hatte Angst davor, alles verlernt zu haben. In Straßburg zeigte sich nun: Geht noch.

11. Ich habe das Laufen immer gehasst, besonders zu Schulzeiten. Da mussten wir halbjährlich einen 3 km-Lauf absolvieren, bei dem ich mir tierisch einen abbrach, um mit meiner Zeit auf etwa sensationelle 5 Punkte zu kommen. In diesem Jahr nahm ich nicht nur an meinem ersten offiziellen Lauf über 5 km teil, ich mag das Laufen mittlerweile sogar. Und laufe die 3 km heute in einer Zeit, die damals für mindestens 12 Punkte gereicht hätte.

12. Ich liebe Kapern und esse sie gern auch mal pur. Ja, inklusive Kapernflüssigkeit.

13. Ich kann mir ziemlich gut Zahlen, absurde Zahlen-Buchstabenkombinationen und Passwörter merken. Das für den Semesterapparat Sozialpsychologie benötigte ich für mein Studium exakt zwei Mal, konnte es aber 1,5 Jahre später noch einem verzweifelten Kommilitonen sagen. Ich könnte es auch heute noch.

14. Ich konnte Instagram lange nix abgewinnen. Nachdem der Funke spät übersprang, mag ich den Dienst mittlerweile sogar mehr als andere, vor allem auf Reisen natürlich.

15. Auch, wenn ich Weihnachtsmärkte eigentlich nicht mag: Ich muss mindestens ein Mal jedes Jahr einen besuchen und dort einen glasierten Apfel essen.

16. Als ich anfing zu lesen, war ich so ambitioniert, dass ich fest daran glaubte, jedes Buch an einem Tag fertig lesen zu können.

17. Ich besitze wunderbare Schuhe von Mango, die offenbar auch in Madonnas Besitz sind, wie mir ein Bild in einer Klatschzeitschrift vor Jahren mal mitteilte. (Ihre sind allerdings schwarz, meine beige.)

18. Ich liebe das kurze Stück des Liedes, das am Ende des Films „Wasabi“ gespielt wird. Shazam verrät mir dazu einen irren Elektrosong, in dem dieser Teil nur minimal kurz (und viel zu kurz) zu hören ist. Das macht mich wahnsinnig. (Ich wäre dankbar, irgendwann herauszufinden, ob und wo es den tollen Teil in lang gibt.)

19. Ich kann Hackfleischgewürz auf Kroatisch sagen, sonst nichts. Das Wort verriet mir eine Freundin während der Mittelstufe mal in nicht mehr erinnerbarem Kontext.

20. Ich trinke keinen Kaffee mit Ausnahme von dem des Kaffeefreunds. Wann immer ich anderen probierte, fragte ich mich, warum ich sowas trinken sollte. Münster ist im Allgemeinen aber leider zu weit weg, um öfter Kaffee zu trinken, von daher lasse ich das.

Vielleicht haben ja Daniela, Caro und Neublogger Julian Lust, das Stöckchen zu fangen?

6 Gedanken zu “20 Dinge über mich. Möglicherweise wunderliche.

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