Fünf Fragen am Fünften

Schon vor einiger Zeit entdeckte ich die „5 Fragen am 5.“ von Luzia Pimpinella, ungefähr genauso lange wollte ich eigentlich endlich auch mal mitmachen und eigene Antworten verbloggen. Und nun, kurz vor knapp im Februar-Countdown, mache ich es endlich:

Was ist deine Superpower?

Meine Superpower? Hmm… Eine zumindest spezielle Eigenschaft kann ich benennen, die im handelsüblichen Superheldenfilm allerdings vermutlich eher keine ehrfurchtsvolle Verneigung auslösen würde. Sie lässt sich zwar nicht so gut shiny inszenieren, ist im Alltag aber durchaus nützlich: Ich kann mir schnell und irre gut Dinge merken, beispielsweise Zahlenkombinationen wie Telefonnummern (aber keine Geburtstage), kurze Texte, Passwörter in variabelsten Kombinationen mit Zipp und Zapp, Preise, erinnerungswürdige Daten, Reihenfolgen von Reisen in exakter Chronologie inklusive Namen besuchter Restaurants, Menus aus der Speisekarte und und und. Was hingegen in Anbetracht dieser Tatsache fast absurd schnell wieder aus meinem Gedächtnis ausgespeichert wird, sind Handlungen von Filmen und Büchern, sofern sie mich nicht wirklich, wirklich sehr beeindruckt haben (positiv oder negativ).

Was kannst du nicht wegwerfen?

Bücher. Ich bringe es nicht übers Herz, auch wenn ich weiß, dass ich ein Buch definitiv nicht mehr lesen werde. Sofern möglich, versuche ich, Bücher Second Hand weiterzugeben und auf meiner ewigen to-do-Liste steht auch die Prüfung von Online-Ankauf-Optionen, aber ein Teil der Wahrheit ist halt, dass einige auch einfach bisher blieben. Und was macht man denn mit so alten Nachschlagewerken, Duden, Wörterbüchern, die man seit Jahren nicht mehr genutzt hat, die auch sonst eher nicht mehr gebraucht werden, die man aber auch nicht weg werfen kann?  Tipps sind gern willkommen.

Worauf freust du dich jeden Tag?

Hehe, das ist einfach: Auf mein Wölkchen. Eine der besten Investitionen meines Erwachsenenlebens war dieses Bett, das letztes Jahr direkte Interior-Liebe auslöste, mit unendlich weicher Matratze für mich. Das können die meisten ja gar nicht haben, aber ich hab sogar den orthopädisch geprüften Nachweis, dass das genau richtig für mich ist. Und, was soll ich sagen: Ich liebe einfach jeden Abend den Moment, ins Bett zu gehen, in diese Matratze einzusinken, mich in die Decke einzumümmeln. Es ist der pure Himmel.

Welche Geräusche magst du?

Die pulsierende Extase der Dortmunder Südtribüne nach einem Tor. Das Geräusch von flackerndem, knisterndem Kaminfeuer, das ist so ultimativ an Gemütlichkeit und Wohlbehagen und Ruhe und Entspannung und einfaches Sein geknüpft. Meeresrauschen. Das unglaublich leise Miauen des kleinen schwarzen Panthers. Überhaupt: Das Schnurren von Katzen. Und das Geräusch des sich im Schloss drehenden Schlüssels, wenn der andere nach Hause kommt.

Was hast du immer im Kühlschrank?

Platz, würde ich spontan sagen. 😀 Im Kühlschrank-Department bin ich zwar heute besser organisiert als noch vor ein paar Jahren, aber immer noch weit entfernt von souverän vorsorgend. Tatsächlich fällt mir dazu ein Tweet vom letzten Sommer ein:

Der trifft es, aber nun gut, die verbrauchen sich natürlich auch nicht so schnell. Ansonsten: Pesto und Sojasauce. Was ich finde, was in einem idealen Kühlschrank immer drin sein sollte, sind übrigens TimTams, diese australischen kleinen Schoko-Keks-Offenbarungen. Yum.

Still happy. 5 Jahre Köln.

5 JAHRE. Vor fünf Jahren setzte ich meinen Fuß in diese Stadt und mein erster Facebook-Post war die treffende Prognose: Gekommen, um zu bleiben. Mit vorsichtiger Freude, belohnt in allem. Und Köln, du warst die richtige Entscheidung, aber sowas von.

Es ist schwer, Köln für die Menschen zu beschreiben, die noch nie hier waren. Köln mag hässlich sein, aber ehrlich. Keine glattgebügelte und glänzende Schönheit, aber herzlich. Kölns Charme ist das Innere, denn für das Äußere gilt: Et es wie et es. Köln ist schnell beim Du und nie beim Sie. Köln ist es egal, was die anderen Städte denken, denn Köln, du magst dich und das ist eine gute Lektion.

Vielleicht kann man Köln am ehesten über diese typisch kölschen Momente beschreiben: Wenn der charmant-grummelige Büdchenbesitzer dir doch noch mal eben aufmacht, obwohl er eigentlich seit 10 Minuten geschlossen hat. Wenn der Kellner dir einfach den nächsten Drink bringt, weil er sieht, dass du mitten in einem zu guten Gespräch bist. Oder dich erwischt, während du wartend ein Selfie machst, dich dafür (berechtigt) aufzieht und am Ende doch ein nettes Kompliment folgen lässt. Wenn du mit Fremden in der Bahn einfach fünf Minuten freundlich plauderst und am Ende alle mit einem Lächeln entschwinden. Wenn die KVB selbstironisch auffordert, die Wartezeit mit nem Kölsch zu überbrücken. Wenn es nie bei einem Kölsch bleibt, sondern immer mehr wird. Deutlich mehr. Und das aber schon irgendwie alles ganz richtig ist.

Köln hat seine eigenen Gesetze und das kölsche Grundgesetz hat mir mehr Gelassenheit beigebracht, als ich jemals vorher hatte – ja, auch wenn ich immer noch fernab von ruhig und gelassen bin. Aber die Stadt ist in der Tat manchmal der beste Ratgeber, um alles etwas entspannter zu sehen oder sich einfach mal etwas weniger Gedanken zu machen. Vielleicht war es einfach nur konsequent, dass Köln meine nächste Station nach Sydney wurde, denn bisher kam mir keine deutsche Stadt unter, die näher am optimistisch-gelassenen australischen „She’ll be right, mate“ dran war.

Und ja, manchmal nerven die vielleicht auch daraus resultierende kölsche Verpeiltheit und das Geklüngel, die ewige KVB-Verspätung und die kaputten Radwege. Natürlich ist es absurd, dass die Philharmonie so hanebüchen gebaut wurde, dass abends niemand über den Platz darüber laufen darf, um die Akustik nicht zu stören. Aber irgendwie hat es auch so einen völlig durchgedrehten Chaos-Charme, der einen dann doch wieder zum Lachen bringt.

Überhaupt, Chaos-Charme ist ein gutes Wort für Köln. Und auch für den Kölner Karneval, seines Zeichens institutionalisierter Ausnahmezustand. Ich muss ihn nicht lieben oder selbst feiern, um großartig zu finden, wie sehr er zelebriert wird. Auch die Kölner, die währenddessen die Stadt verlassen, würden gefühlt immer dafür kämpfen, dass der Karneval erhalten bleibt. Und vermutlich schaut der Eine oder Andere manchmal doch auch etwas sehnsüchtig und wehmütig in die Schaltzentrale des Wahnsinns, wenn eine Welle des Schunkelns und der kölschen Lieder die Stadt überrollt. Zumindest geht es mir so, denn auch das ist einfach Köln. Und allein beim Schreiben dieser Zeilen kriege ich das konstante Grinsen nicht aus dem Gesicht. Will ich auch gar nicht.

Hach, Köln. Du hast mir einfach so ein Zuhause-Gefühl hingeworfen, als ich noch gar nicht wusste, wie sich das anfühlen muss und ob man das so schnell haben kann. Dein kölsches Gefühl war da ab Tag 1 und bleibt bis heute. Selbst wenn ich verreise, bleibt ein Teil von mir hier und ich freu mich immer auf die Rückkehr zu dir. Du bist mein Happy Place. Danke für die letzten 5 Jahre, du gute Stadt.

8,3% von 2019

Ich fühle mich zunehmend alt ob meiner Verwunderung, wie schnell die Zeit vergeht – aber nun. In der Tat hat es mich ein bisschen eiskalt erwischt beim freitäglichen Blick auf den Kalender, der mir sagte, dass auch ein Zwölftel des gerade noch so shiny neuen Jahres jetzt schon wieder fachgerecht unter „Vergangenheit“ abzuheften sei. Um aber dem Vorsatz, mal wieder mehr zu schreiben, gerecht zu werden, anbei zumindest eine kleine Rekapitaluation des Auftakts.

GEREIST

  • Krakau: Hier begann das neue Jahr 2019 – und das war ziemlich cool! Schöne Stadt, tolle Atmosphäre, viel Geschichte, viel zu entdecken (nur nicht an Neujahr, da war Krakau im Dornröschenschlaf). Definitiv eine Reise wert!
  • Österreich. Nicht. Das alpenländliche Schneechaos durchkreuzte dann mal alle Pläne – glücklicherweise war eine Umbuchung möglich und so ist die erneute Erweckung meiner Ski-Künste nur aufgeschoben (mehr Vorfreude und so). Und das war dann am Ende sogar doppelt gut, da mich in der geplanten Reisewoche direkt mal eine dicke Erkältung mit Fieber und allen Infekt-Finessen aus den Schuhen haute.

GEMACHT

  • Halbgrazil, aber mit irrsinnig viel Spaß mal wieder auf dem Eis gestanden. <3
  • Über Schnee in Köln gefreut und die tanzenden Flocken beobachtet (bevorzugt aber aus dem Warmen :D)
  • Versucht, mehr Nachhaltigkeit ins Leben zu bringen: Statt jeden Tag das Brötchen zum Mittagessen im Supermarkt in eine Plastiktüte zu packen, nehme ich seit Anfang Januar einfach eine Plastikdose mit. Gleiches gilt für den eigentlichen No-Brainer, Einkaufstüten zum Einkauf immer vorher einzupacken, statt planlos spontan zu kaufen und dann zusätzlich Tüten kaufen zu müssen.
  • Halbmarathon-Pläne: Köln, wir beide, Herbst und 21 km?
  • Die Anfänger-Doppelkopf-Kenntnisse vertieft, gekonnt va banque gespielt, viel Ehrfurcht und Bewunderung gewonnen, aber anhand der Fakten (und Karten) doch verloren. Egal, war gut. 😀
  • Neue Läden entdeckt (siehe nächster Teil)

ENTDECKT

  • Café Schwesterherz, Ehrenfeld: Das überschwängliche Lob fürs charakteristische Quetschbrot trieb mich hin – und ich wurde nicht enttäuscht. Definitiv ein neuer Frühstücks-Favorit und Grund für die aktuelle Fladenbrot-Addiction.
  • The Coffee Gang, Hohenzollernring: Entgegen möglicher Vermutungen aufgrund des Namens war ich als weiterhin Nicht-Kaffee-Gläubige nicht für das favorisierte Koffein-Gesöff der Nation hier, sondern für den hochgelobten Cheesecake. Und ich stimme absolut und vollmundig ein ins Loblied: Bisher mein kölscher Favorit! Mega!
  • Kaffeesaurus, Friesenplatz: Stand schon länger auf meiner Liste, im Januar folgte dann endlich der erste Besuch – mit T-Rex-Sandwich (ohne Spiegelei) und Scheiterhaufen zum Nachtisch (heißt wirklich so, besteht hier aus Schoki, Blätterteig und ca. 8 Mio. Kalorien). Sehr lecker, sehr laut, aber gleichzeitig trotzdem sehr nett-trubelige-Großstadtatmosphäre, wenn man das mag.
  • Neni, 25 Hours Hotel: Die Atmosphäre im Neni ist großartig, das kann man nicht anders sagen, auch der Blick von den Fenstertischen auf die Stadt ist bezaubernd. Gerade für die vegetarischen Gerichte sind die Preise schon etwas höher – und das Essen ist lecker, aber ich muss gestehen, für das Preisniveau hätte ich so rückblickend doch noch etwas mehr Finesse erwartet. Es war nicht verkehrt, aber – wie drücke ich es aus? Vielleicht so: Ich war dann doch etwas enttäuscht.

GESEHEN
Ja, der Januar war definitiv Netflix-, Film-, Serien- und Doku-Monat, bedingt aber auch durch besagte Erkältung. Naja, und durch Winter-Schmuddelwetter.

  • Suits (geht immer), Narcos Mexico (nicht so gut wie Staffel 1 und 2, aber trotzdem gut), The Good Fight (an einem Tag durchgebinged und sehr gemocht), Queer Eye, Staffel 2 (die 5 sind einfach großartig) und You (ein Wiedersehen mit Penn Badgley, gut gemacht – und creepy)
  • Twilight (nicht das mit den Vampiren, sondern der mit Richard Gere – spannend und gut gemacht, wenn man Justiz-Thriller mag), Wolf of Wallstreet (nicht so meins – sorry, Leo!)
  • Fyre – The greatest party that never happened (man kommt aus dem Kopfschütteln einfach nicht mehr raus, es tut weh, zuzusehen, aber ist definitiv eine Empfehlung wert) und Abducted in Plain Sight (schmerzhaft und völlig verstörend)

GEHÖRT

  • Nicht genug – denn ich habe immer noch nicht entsprechenden Speicherplatz auf dem Smartphone freigeräumt, um endlich wieder mehr Musik dort zu platzieren. Daher nur wenig musikalisches Programm im Januar:
  • Joseph & Maia – als Straßenmusiker hier in Köln entdeckt und seit dieser Zeit haben sie einen festen Playlist-Platz – und das zu Recht. Die beiden hätten definitiv die große Bühne verdient.
  • Leoniden – Sisters: Café-Entdeckungs-Soundtrack, ganz entspannte gute Laune
  • Born – Hugo: irgendwie oldschool, aber saucool, perfekter Motivations-Track

GELESEN

  • Zu viel bei Facebook, Twitter und Co., daher zu wenig Bücher – und auch das eine noch nicht zu Ende: The particular sadness of lemon cheesecake von Aimee Bender, das aber bisher sehr zu empfehlen ist. Charmante, quirky Handlung, schön gezeichnete Charaktere, tolle Idee. Unterhaltsam, dabei aber nicht flach, sondern auf eine Art emotional, dass man quasi direkt in den Schuhen (oder eher Geschmacksnerven) der Protagonistin steckt.

Und insgesamt so?

Der Start ins neue Jahr war großartig und ich mag die unbändige Energie, die damit einhergeht, sehr sehr sehr. Ich freu mich auf 2019, auf vor mir liegende Pläne, auf das, was das Jahr so bringen wird. Ich mochte, dass der Januar so viel Ruhe hatte, wenngleich das zugegeben nicht ganz freiwillig passierte und der Februar gern ohne sich hinziehende Erkältung und tagelange Kopfschmerzen und Migräne auskommen darf. Aber vielleicht war das auch ein Zeichen, damit ich wirklich mal etwas runterkomme. Daher versuche ich, auch im Februar etwas Ruhe beizubehalten. 😉

(Dieser Beitrag ist ein rein privater, jeglichen Namensnennungen und Empfehlungen liegt keinerlei Kooperation, Bezahlung, Vergünstigung oder Abstimmung mit zugrunde.)

2018: Ways down memory lane

Auch wenn das neue Jahr 2019 schon die ersten Tage hinter sich hat, möchte ich doch die Gelegenheit nutzen, dem alten Kumpel 2018 noch mal einen Blick hinterher zu werfen. Und wie jedes Jahr geht das für mich erst, wenn es komplett vorbei ist und es ein bisschen Zeit gab, damit sich alles einmal setzt. Also dann, 2018, wie warst du so?

Tatsächlich ist es schwer, 2018 in wenigen Worten zu greifen, dafür war dann doch – wie immer – zu viel los. Insgesamt war es ein schönes Jahr mit Momenten für die Ewigkeit (Runrig!) und einer nicht unerklecklichen Menge Reisen und Reisen in die Vergangenheit, satte 22 Ziele an der Zahl (eieiei!). Aber von vorn:

JANUAR
Mein Januar begann in Lissabon mit Blick auf Hafen und Feuerwerk aus einem zauberhaften verwinkelten Airbnb in Alfama – ein ziemlich grandioser Start! Zurück in Köln las ich seit Langem mal wieder viel (die Morck-Reihe von Adler-Olsen, definitiv zu empfehlen), sah Hamlet und war auf Heimatbesuch in Kassel zum ersten Mal überhaupt im Grimm-Museum. Und der Januar machte Reunions, Revivals und Nostalgie alle Ehre: In München stand ich mit der Patagonien-Crew zum ersten Mal seit 16 Jahren wieder auf Skiern. Auf einer roten Piste. Vereist. Vielleicht nicht der smootheste Start ins wieder-Skifahren, aber mit den besten Begleitungen klappte es – irgendwie – doch (special thanks an die beste frühere Ski-Lehrerin der Welt!).

FEBRUAR
Skifoan war auch bestimmendes Thema im Februar, denn in Österreich – für die Memory Lane passend in Bad Gastein, wo mein letztes Ski-Erlebnis stattfand – nahm ich das Thema eine Woche lang wieder in Angriff. War das anstrengend! Aber es lohnte sich, machte irre Spaß und nach ein paar Tagen war ich wieder drin im Ski-Fieber. Ansonsten bot der Februar das Experiment „in Köln Karneval entgehen und stattdessen Möbel aufbauen“ (erfolgreich), ein Konzert von den High Kings (großartig!) und mein 4-jähriges Köln-Jubiläum inkl. erinnerungswürdigem Abend mit Uni-Freunden.

MÄRZ
Der März lief dann tatsächlich mal etwas geruhsamer an: Mit Mama verbrachte ich ein Wellness-Wochenende in Aachen und in Köln wartete eine irre niedliche kleine Katze darauf, gesittet zu werden. Gut, das war dann dank immer früherem an-der-Tür-kratzen im Morgengrauen zumindest schlafraubend, aber wer kann Katzen schon irgendwas übel nehmen? <3 Und nach dem kleinen Tiger wartete auch ein großer, zumindest laut Logo: Der erste Besuch im Tigermilch in Köln – ich wurde direkt zum Fan!

APRIL
Im April ging es nach Berlin und die Hauptstadt wartete ebenfalls mit zwei Wiedersehen: Mit einem Uni-Freund, den ich seit sechs Jahren nicht mehr gesehen hatte und der definitiv den Preis bekommt für das lustigste spontane Treffen inklusive gemeinsames zwischen-zwei-Terminen-die-Stadt-durchqueren. Und mit einer früheren Kollegin, die einen großen Anteil hatte, dass ich 2014 in Köln landete und meinen Happy Place hier fand – Grund genug, das mit Dumplings und Gin zu feiern!

MAI
New friends, old favourites, amazing food: Anfang Mai stand ein Wochenende in London auf dem Plan – inklusive kulinarischer Highlights irrer Bandbreite (ja, in Großbritannien!): Vom besten Hot Dog überhaupt bis zum Fine Dining im Lima… Und dann war da auch noch diese spontane Gartenparty in Notting Hill, die doch nicht nur bis zum frühen Abend dauerte, sondern bis in den frühen Morgen ging, weil: Zu nette Gäste, zu gute Gespräche, eine zu gute Zeit, um früh zu gehen. Doch auch Köln hatte seine ganz eigene Mai-Magie – der unendliche Sommer streckte seine ersten Fühler aus, ein Kollege füllte den Büro-Kühlschrank mit mehreren Packungen TimTams,und ich entdeckte im Rewe um die Ecke nach jahrelanger Abwesenheit Gatorade Blue – perfekt!

JUNI
Anfang Juni stand ich in der Kölner Lanxess Arena, schwelgte in Schottland-Erinnerungen und dachte, dieses Konzert von Runrig sei das letzte, das ich jemals sehen würde. Little did I know… Wieder einmal durch die schicksalhafte Hand von Twitter und einer Online-Buchung im High-Speed-Verfahren stand fest, dass das letzte Konzert im August nicht ohne uns stattfinden würde. Das allein wäre schon genug für ein Alleinstellungs-Juni-Highlight, doch es folgten noch mehr: Mitte des Monats ging es auf einen Stakkato-Roadtrip von Neapel (Straßenverkehr überlebt!) über die wahnsinnig schöne Amalfi-Küste, Pompeji for more history, einen Geburtstags-Abstecher nach Rom und von dort aus weiter ins lebhaft-studentische Siena, die historischen Gassen von Verona und auf maximaler Bandbreite über die Memory Lane in die Dolomiten zum Klettern, Wandern und Gletscherseen überwinden. Und damit sich das nicht alles liest, als sei alles immer picture perfect: Da gab es definitiv low lights wie eine Toiletten-Kanalisation mit Rück-Schluckauf zu meinem Geburtstag (gerettet durch ein sehr nettes Hotel, viele Fäkalien-Witze im Tagesverlauf und Unmengen Wein) oder den Moment, in dem der Berg gegen mein Knie gewann – aber auch das gehört dazu. Und auch ungute Momente sind mit der richtigen Begleitung, der passenden Einstellung und fragwürdigen Witzen durchaus erinnerungswürdig. 😀

JULI
Den Schluss-Akkord der Italienreise setzte der Gardasee (höllisch touristisch überlaufen, aber im Norden sehr schön), von dort aus ging es nach Toulouse, weiter alten Zeiten hinterher: Nach immerhin 15 Jahren war ich das erste Mal wieder in Trébes, meinem zweimonatigen Schüleraustausch-Domizil. Ich lief erneut mit den charakteristischen bunten Lollis durch die Cité von Carcassonne, die vielleicht niedlichste Katze Frankreichs machte es sich auf mir bequem und in Toulouse warteten spätabendliche Weinbar-Besuche und ein Wakeboard-Wettbewerb, dem man am besten natürlich essend zuschaut. 😀
Das klingt schon viel? In der Tat, und es ist mir fast unangenehm, das zu schreiben: Ende Juli folgte noch ein Besuch in Oslo – und die Stadt eroberte sofort mein Herz und sicherte sich einen der Favoritenplätze. Bei 37 Grad direkt vom Hafen in die Ostsee springen, Tonnen an Lakritz-Softeis essen und irre Skulpturenparks waren nur einige wunderschöne Momente. Oslo, I’ll be back (auch wenn du dann gern etwas günstiger sein dürftest ;)).

AUGUST
Während ich das hier schreibe, frage ich mich schon, wie all das eigentlich in ein Jahr gepasst hat – denn auch der August war pickepackevoll. Mit der Patagonia Reunion Teil 2 in Köln, einem Abend in Kölns neuer Bar with a view, der Monkeys Bar, inklusive dem Zitat des Jahres und erneut zwei Reisen (vielleicht bin ich einfach irre).
Mitte August erlebte ich, auch wenn es schwer auszuwählen ist, mein absolutes Jahres-Highlight: Für das vorletzte Runrig-Konzert flog ich nach Schottland und war erneut sicher, dass es mein letztes sei, schließlich war das allerletzte Konzert am folgenden Tag quasi seit Ticket-Release ausverkauft. Und dann kam der Box-Office-Mensch und plötzlich war das Unvorstellbare real – ungläubig war ich 2018 seltener: Aus dem Nichts hatte ich zwei Tickets für die letzte Show ever und konnte sie tatsächlich sehen (mehr dazu hier)! Und auch die Rückfahrt nach Manchester vier Stunden durch die müde, schottische Nacht war mehr als erinnerungswürdig – das war definitiv the trip of a lifetime!
Ganz gemäß dem Jahresmotto, das weder bewusst gewählt noch aktiv verfolgt wurde, war ich Ende August auch noch in Stockholm. Dort folgte eine Stadtführung über die Dächer der Stadt, es gab scharfe Konkurrenz für die Londoner Hot Dogs bei Östermalms Korvspecialist und ein Geburtstagsdinner am Hafen, ebenfalls einer meiner Lieblingsmomente. Denn die beste Begleitung, eine schöne Stadt und gutes Essen – was will man mehr?

SEPTEMBER
Um mich mal wieder ein bisschen runter zu holen, schenkte mir das Leben im September die Quittung und verordnete mir eine vielleicht sehr berechtigte Zwangspause mit zwei Erkältungswochen. Aber das ist wohl fair. 😉

OKTOBER
Auf Dienstreise stolperte ich in Berlin im Oktober über die Mauer und Köln bestach nach Wochen irrer Hitze mit vielen Goldener-Oktober-Momenten – wer also immer noch nicht glaubt, dass Köln schön sein kann, hätte im Oktober her kommen sollen. 😉

NOVEMBER
Off-season auf den Azoren: Eine seeehr ruhige Woche mit Wanderungen, Bädern in Hot Springs und viel Schlaf war der perfekte Start in den November. Insel-Fazit: Wahnsinnig tolle Landschaft (eine Mischung aus Hawaii und Schottland), und definitiv ein empfehlenswertes (und dazu überraschend günstiges) Reiseziel! Um auch den November noch etwas voller zu packen, stand gegen Ende noch ein Hamburg-Besuch bei Freunden an – inklusive Wiedersehen nach viel zu langer Zeit, einer spontanen Winter-Party und besten Reise-Gesprächen.

DEZEMBER
Die letzte Dienstreise des Jahres führte mich nach Mecklenburg-Vorpommern zum Finale von Mister Germany – dass ich dafür ein Derby verpassen würde, hätte ich vorher auch nicht gedacht, aber: Alles für den guten Zweck. 😉 Mit Mama verbrachte ich ein vorweihnachtliches Wochenende in London, freute mich über die hübschen Beleuchtungen auf der Regent Street, die Arancini bei Zizzi und die schöne Zeit. Nach sehr entspannten und ruhigen Weihnachtstagen setzte dann Krakau dem Jahr noch ein i-Tüpfelchen auf, wobei zugegebenermaßen ein paar Tage in Köln auch völlig ok gewesen wären (hallo, Rastlosigkeit!). Doch das heißt nicht, dass Krakau nicht gefiel: Mit einem erinnerungswürdigen Besuch und Jahresrückblicks-Reflektionen im Cytat Kaffee, entspannten Touren durch die Stadt und natürlich ausreichend Pierogi, Kotlet schabowy und der Entdeckung von Ginger KitKat waren auch dies Tage, die ich nicht missen wollen würde.

Gerade bin ich, nachdem ich all das aufgeschrieben habe, erneut überwältigt. DANKE 2018, für so viele schöne Erinnerungen, Wahnsinnsmomente, neue Favoriten, tolle Menschen, Erkenntnisse, Entwicklungen, Reisen, alles. Für 2019 nehme ich mir dennoch vor, etwas mehr Ruhe herein zu bringen und bin gespannt, ob ich das als Reiseplanungs-Duracell-Häschen so schaffe. Ich bin gespannt auf dieses neue Jahr – wenn es nur in etwa so wird wie 2018, wird definitiv alles schon ganz wundervoll. DANKE, ihr 365 Tage und DANKE all euch tollen Menschen, die das Jahr am Ende vor allem dazu gemacht haben, was es war! <3

(Dieser Beitrag ist ein rein privater, jeglichen Namensnennungen und Empfehlungen liegt keinerlei Kooperation, Bezahlung, Vergünstigung oder Abstimmung mit zugrunde.)

5 Gründe fürs Laufen auch im Nieselregen

Es ist November und draußen sieht es auch genau so aus: Grau, diesig, Nieselregen, bäh. Kein Wunder, dass sich der innere Schweinehund eigentlich nur mit Decke, Tee und Keksen auf der Couch rumfläzen will. Das liegt auch total nahe – aber gestern überwand ich ihn dennoch, zerrte ihn hinaus und ließ ihn im Nieselregen-Duell auf der Mittelstrecke gegen das innere Ehrgeiztier antreten, Letzteres gewann. Und dabei fand ich auch direkt noch mindestens 5 Gründe für mehr Läufe im Nieselregen, so wenig verheißungsvoll sie sich zunächst auch präsentieren mögen:

1. Erfrischung inklusive
Ja, Läufe im Sommer oder im goldenen Herbst sehen tausend Mal schöner aus – aber eigentlich finde ich temperaturtechnisch alles ab 20 Grad Celsius nicht zumutbar. Es ist Sport, man schwitzt, zusätzliche Hitze draußen ist da nicht so richtig super. Deshalb sind Läufe bei 8-15 Grad plus Nieselregen meine heimlichen Favoriten: Man schwitzt natürlich trotzdem, draußen ist es aber erfrischend. Und leichter Nieselregen ist schon angenehm kühl im Gesicht, in das man sich im Sommer zwischendurch oder nach dem Lauf aktiv kaltes Wasser schütten muss, das man hier passiv konstant bekommt.

2. Wind pustet den Kopf frei
In den allermeisten Fällen geht Nieselregen mit zumindest ein bisschen Wind einher, der den Effekt aus Punkt 1 nicht nur verstärkt, sondern gleichzeitig auf mich auch die Wirkung hat, die Gedanken noch besser frei zu pusten, von Arbeitstagen, to do-Listen, was auch immer. Tut mir leid, minimale Sommerbrisen, da kommt ihr nicht hinterher.

3. Diesig kann auch schön sein – im Kopf in Schottland
Und wenn wir schon dabei sind, was ein Nieselregenlauf mit dem Kopf macht: Mit ein bisschen Fantasie kann auch der schön sein. Zu Schottland beispielsweise gehört dieses neblige Grau, es macht die Landschaft atmosphärisch und sorgt für eine ganz eigene Stimmung. Auch Grau kann reizvoll und hübsch sein. Und wenn es das, was da landschaftlich vor einem liegt, nicht so sehr ist, dann reist man einfach im Kopf nach Schottland.

4. Es ist sonst keiner draußen.
YEP, das ist einer der besten Gründe überhaupt. Wenn ich laufe, habe ich bereits nach ca. 200 Metern einen irre hochroten Kopf, bei dem sich selbst Marathonläufer fassungslos und ungläubig umdrehen und gegen mich wie wandelnde Blässe aussehen. It’s just like that. Und ja, ich bin nicht ultimativ scharf drauf, dabei zwingend Menschen zu begegnen (zumal man ja auch einige von ihnen kennen könnte). Natürlich, es ist kein Weltuntergang, wenn doch. Aber einen Lauf mit weniger Begegnungspotential ziehe ich an sich immer vor. Und im Nieselregen reduziert sich die Menschenquote bei sonstigen 15 Begegnungen auf ungefähr zwei – perfekt! 😉

5. Das Gefühl nach dem Lauf ist noch besser.
Wenn ich so gar nicht in Laufstimmung bin, ist der Punkt, der mich am ehesten doch von einem überzeugen kann, das Wissen um das großartige Gefühl danach, wenn man den Schweinehund und die Strecke überwunden hat und die Euphorie langsam den Körper flutet. Die ist bei auf den ersten Blick so unattraktiven Konditionen nach dem Lauf noch viel größer, das ist sensationell – versprochen!

 

BERLIN.

Eigentlich hatte ich es eilig, den Blick aufs Telefon gerichtet, die Schritte schnell, wollte nur endlich zum Hotel kommen. Eine Zeitkalkulation ohne Puffer, wie so oft – und durch kleine Google-Maps-Spinnereien verkompliziert, ich war schon zwei Mal leicht zu früh und falsch abgebogen. Gerade so erblickte ich aus dem Augenwinkel die Veränderung im Gehweg unter mir, als die Information in meinem Kopf so richtig ankam, war ich eigentlich schon fünf Schritte weiter. Eigentlich. Denn eigentlich hatte ich es ja auch eilig.

Was ich da gerade übertreten hatte, war die frühere Mauer, die Grenze zwischen den beiden Berlins, die Markierung zwischen Ost und West. Eine Mauer, die so unendlich viel höher war als ihre haptische Repräsentanz. Und ich konnte nicht anders, als innezuhalten und diese paar Schritte zurück zu gehen. So stand ich da, vor der Erinnerung an diese zwei Welten und es überrannte mich quasi völlig.

Jedes Jahr am 3. Oktober habe ich Gänsehaut, wenn ich daran denke, was da 1989 mit dem Mauerfall und 1990 mit der Wiedervereinigung Historisches, Großes, Unbeschreibliches passiert ist. Und jedes Jahr wird diese Gänsehaut eigentlich nur größer, gleichzeitig mit meiner Dankbarkeit.

Ich bin in Thüringen geboren, als die Mauer fiel, war ich niedliche zwei Jahre alt. Natürlich habe ich keine wirklich profunden Erinnerungen an diese Zeit, dafür war ich zu klein. Aber ja, ich erinnere mich an die Sensationalität der Verfügbarkeit von Bananen, an ein Sofa, das wir nach einer Wartezeit in Ewigkeit abholen konnten. An die Tatsache, dass eigentlich niemand ein Telefon hatte (allein die Tatsache, dass bis zu meiner Teenie-Zeit das Internet nicht verbreitet war, erscheint heute ja wie aus einem völlig anderen Leben – wobei, war es ja auch, aber das ist noch ein anderes Thema).

Ich mag mich nur begrenzt an das Leben im Osten erinnern. Aber am Donnerstag überwältigte es mich einmal mehr, dass mein Leben zu 98% ein völlig anderes gewesen wäre, hätte Hasselhoff damals nicht gesungen.

Ich wäre nicht in Nordhessen aufgewachsen, hätte vermutlich nicht Französisch, sondern Russisch gelernt, auf gar keinen Fall in NRW studiert oder in Kassel und Düsseldorf erste Joberfahrungen gesammelt, in Hamburg gewohnt. Köln hätte niemals mein Happy Place werden können. Meine Freunde kommen heute aus aller Welt, ohne Schwierigkeiten besuche ich die hiesigen in all ihren Städten verstreut durchs ganze Land. In meinem Kühlschrank liegen skandinavische Süßigkeiten, Getränke aus Spanien und chilenisches Ají. Ich liebe das und arbeite im Social Web, für das Freiheit essentiell ist, das Menschen verbindet und denen eine Stimme geben kann, die man sonst kaum hören würde, das neue Perspektiven ermöglicht (zumindest idealerweise).

Ich liebe es, zu reisen und ich mache das, wann immer ich kann. Das Fernweh atmet in mir, mein Kopf jongliert permanent in Koordination mit dem Smartphone mögliche Flugdaten, Reiserouten und Pläne. Freunde verbinden konstantes Unterwegssein mit mir, Bekannte fragen nach Reisetipps, ich finde das großartig. Allein in den letzten vier Jahren war ich durchschnittlich mindestens 10 Mal pro Jahr irgendwo unterwegs, habe Städte, Länder und Landschaften entdeckt, Menschen und Kulturen kennengelernt.
Es ist mir mehr als bewusst, was für ein Privileg das ist, diese Möglichkeit zu haben und nutzen zu können. Von all diesen letzten Reisezielen hätte ich nur einen winzigen Bruchteil mit der Mauer jemals besuchen können – drei Orte, um genau zu sein, und auch das nur unter allergrößter Anstrengung. Ich hätte ziemlich sicher nicht meinen Job, über den ich mich mindestens genauso definiere wie über meine Reise-Leidenschaft. Die wichtigsten Menschen in meinem Leben würde ich – mit Ausnahme meiner Mama – alle nicht kennen. Das ist unvorstellbar, aus der Welt gefallen, meine Gedanken schlagen Purzelbäume bei der schieren Vorstellung. Und nicht nur nicht die wichtigsten Menschen, ich würde die absolut überwiegende Mehrheit der Menschen in meinem Umfeld nicht kennen. Menschen, mit denen man zwar vielleicht nicht die tiefsten persönlichen Gedanken teilt, aber trotzdem gern einen Kaffee trinken geht. Die das Leben reicher und die eigene Welt bunter machen, einfach, weil sie da sind. Ich wäre nicht da. Denn ich wäre faktisch nicht ich.

Und dieser Gedanke ist so irre, das ist kaum in Worte zu fassen. Ich bin unendlich dankbar für jeden Einzelnen, der an die Wiedervereinigung und an die Freiheit geglaubt, für dieses historische Wunder gekämpft und es ermöglicht hat und sich weiter jeden Tag für genau eine solche Welt einsetzt. Nichts ist egal, Werte sind wichtig, Freiheit macht Biografien, wir dürfen Dinge nicht für selbstverständlich nehmen, sondern müssen immer wieder für sie kämpfen. Für mich wurde dieses Land nicht nur verdoppelt, sondern eine ganze neue Welt erschaffen und damit meine eigene ermöglicht.
DANKE dafür, dass ich ich sein darf.

Liebster Award – 7 Fragen zu Reise-Missgeschicken, Auswanderer-Träumen und unvergesslichen Momenten

Wofür ich das Internet und besonders Instagram, Twitter und Blogs liebe: Immer wieder kommt man mit neuen interessanten Menschen in Austausch, entdeckt Gemeinsamkeiten und knüpft Kontakte, die sonst vielleicht nicht oder nur viel schwerer entstanden wären.
Vor Kurzem entdeckten die liebe Travel-Tina und ich über Instagram erst unsere gemeinsame Begeisterung für Runrig, dann für Schottland (das lag nahe, zugegeben) und dann fürs Reisen überhaupt. Und kurzum nominierte sie mich danach für den Liebster Award, der noch immer dabei helfen soll, Blogs zu vernetzen und neue zu entdecken. Und da es um mein Lieblingsthema Reisen geht, stehe ich hier natürlich Rede bzw. Schreibe und Antwort. 😉
(Dieser Beitrag lag übrigens ernsthaft und unverständlicherweise schon seit Wochen unveröffentlicht in den Entwürfen – aber da mir die Sichtung eines Schottland-Bildes von Tina gerade einen schuldbewussten Reminder durch den Kopf schoss, möchte ich ihn trotzdem heute noch veröffentlichen, denn die Fragen waren glücklicherweise nicht zeitkritisch – puh! ;))

  1. Welche Reise/welches Erlebnis war Auslöser für deinen Reiseblog?

Ha, maximal eine Reise nach Dortmund – aber keine im klassischen Sinne eines Travelblogs. 😀 Ich habe erst einmal einfach so, ohne festgelegten Themenfokus und nur aus Spaß am Schreiben angefangen, zu bloggen. Mein erster Beitrag drehte sich um meinen Derbybesuch mit einer damaligen Kollegin, deren Herz Königsblau gehört. Auch danach habe ich weiter über Diverses geschrieben, von Fußball über Digitales, kleine Momente und Gedanken bis zu lokalen Entdeckungen und großen Reisen. Und selbst heute ist dieses Blog kein klassisches reines Travelblog, auch wenn sich der Fokus immer mehr aufs Reisen verlagert hat, weil ich immer mehr unterwegs bin und mich der viel zitierte Travel Bug nicht in Ruhe lässt (was er aber auch gar nicht soll). Zugegeben: Viiiieeele Beiträge warten auch noch drauf, endlich mal geschrieben zu werden. Ich arbeite dran. 😉

  1. Hand aufs Herz – was ist bei einer deiner Reisen so richtig schief gelaufen?

Glücklicherweise lief bisher wenig so richtig irre schief – doch dieses Jahr machte ich dann leider eine sehr unschöne Airbnb-Erfahrung, auch wenn ich Airbnb bis dato immer mochte. In der Wohnung rumorten kurz nach Ankunft schon die Rohre im Bad, der Host wollte am nächsten Tag vorbei kommen. Als ich an diesem aufwachte (es war gleichzeitig mein Geburtstag), war meine erste Entdeckung, dass der Badezimmerboden getränkt war in all dem, was eigentlich in die Toilette gehört und was niemand jemals mehr wiedersehen wollte. Ein doch beschissener Start in den Tag, höhö. Es folgten: Ein Umzug ins Hotel, ein Tag voller Fäkalwitze (der davon abgesehen aber doch noch sehr schön wurde) und leider auch noch eine Airbnb-Mediation, um hier nicht den vollen Preis zu zahlen (ging dann doch gut aus).

  1. Wenn du auswandern müsstest, wohin würdest du auswandern? Und warum?

Australien, ganz klar! Vor fünf Jahren hab ich einige Zeit in Sydney verbracht und mein Herz an die Stadt verloren. Und ja, ich weiß, konstant irgendwo zu wohnen ist immer noch mal etwas anderes als zeitlich befristet an einem Ort zu sein, aber Sydney ist ein Herzensplatz. Wasser und Strände, die Blue Mountains, unendlich viel zu entdecken, viel Grün trotz Großstadt-Atmosphäre und vor allem: Die Einstellung der Menschen. Es ist großartig. Damals hab ich irgendwie an diesem anderen Ende der Welt wieder zu mir gefunden und hatte erstmals seit langer Zeit wieder das Gefühl, bei mir zu sein – und das braucht es, damit ich mich zuhause fühle.

  1. Welches Land interessiert dich überhaupt nicht?

Puh, es gibt eigentlich kaum Länder, die mich so überüberhaupt nicht interessieren, vor allem, wenn ich mich einmal näher in die Recherche stürze. Es gibt einige, die ich aktuell eher nicht bereisen würde, aber grundsätzlich spannend finde, aber das ist ja nicht gemeint. Tatsächlich interessieren mich meist Länder und Orte, die gerade gehyped werden oder irgendwie trenden weniger – in den letzten Jahren waren das (zumindest gefühlt) Kuba, Vietnam oder auch Bali. Auch Länder, in denen man allgemein und vor allem als Frau nicht sicher reisen kann, stehen nicht so auf meiner Bucket List.

  1. Welches Land steht aktuell ganz oben auf deiner Bucket List? Und warum?

WIE.SOLL.ICH.MICH.DENN.DA.BITTE.FÜR.EINES.ENTSCHEIDEN? Es sind in der Tat verschiedene, aber ich versuche zumindest, mich zu begrenzen: Die weitere Erkundung von Australien steht seit damals ganz weit oben auf der Liste, leider braucht diese in jeder Rechnung eigentlich immer mehr Zeit als der klassische Jahresurlaub hergibt. Aber ich würde unglaublich gern im Great Barrier Reef tauchen, auf Frazer Island umherdüsen, durch Tasmanien reisen und an der Westküste entlang fahren – und natürlich das Red Center sehen. Wenn ich mich nur für ein Ziel entscheiden müsste, wäre es vermutlich dieses. Seit beeindruckenden Berichten kürzlich hat meine Reisepläne aber auch Martinique sehr eingenommen, zudem stehen Hawaii, Kanada und Südafrika ebenfalls sehr weit oben. Und dann sah ich da neulich diese Reiseberichte über Kirgisien und Armenien – auch irre beeindruckend. Ha, und Nepal natürlich zum Wandern (erwähnte ich, dass Begrenzung nicht meine Stärke ist?)!

  1. Gibt es etwas, dass du aus deinen Zielländern sammelst oder als Souvenir für dich mitnehmen musst jedes Mal (z.B. Magnete, Aufnäher, Karten, etc.)?

Nichts Konkretes/Spezifisches, auf das ich wirklich achte oder das ich systematisch sammele. Ich sammele natürlich Erinnerungen und vor allem Fotos, gleichzeitig wandert erfahrungsgemäß auch immer einiges an Kleinkram in die Reisekiste, das kann aber ganz Unterschiedliches sein. Was ich jedoch oft mitnehme: Visitenkarten von Restaurants, wenn sie in irgendeiner Form memorable waren und sich ein Wiederkommen (oder Weiterempfehlungen an Freunde) immer lohnen würde, man aber Gefahr läuft, den konkreten Namen zu vergessen.

  1. Welches ist dein schönster Reisemoment aus diesem Jahr? Einer, der dich auch jetzt noch zum Strahlen bringt!

Das ist ganz, ganz einfach – und lustigerweise genau der, der mich zu diesem Beitrag und zum Austausch mit Tina brachte: Im August war ich für ein Wochenende in Schottland, um das Abschiedskonzert von Runrig in Stirling zu sehen. Schon die Karten für den Freitag, ein Zusatzkonzert durch hohe Nachfrage, zu bekommen, grenzte an ein Wunder. Durch pure Magie bekam ich aber am Samstag auch noch ein Ticket für das aller-, allerletzte Konzert jemals und es war die Show meines Lebens. Ich bin immer noch fassungslos und einerseits voller, andererseits aber auch ohne Worte. Das ist schwer zu beschreiben, es waren alle Emotionen auf einmal, von unfassbarer Freude und Glück bis zu Traurigkeit, weil es nun einmal The Last Dance war. Aber das Positive überwiegt und ich bin unendlich dankbar dafür, da gewesen zu sein (und kann es immer noch nicht ganz glauben). Das war das Konzert meines Lebens und ich werde es niemals vergessen. Wer mehr drüber erfahren will: Über sowas musste ich natürlich endlich mal wieder bloggen, siehe hier. 😉

Meine Fragen
So, nun darf ich auch ein paar Fragen stellen und nominiere an dieser Stelle die großartige Kirsten, Anna von Beats-n-Eats und Helen von Kleinstadtliebe (sowie natürlich alle, die Lust haben, das Ganze aufzugreifen). 😉

1. Welches war die erste Reise, die du je allein gemacht hast? Wohin ging sie und was hast du aus der Erfahrung für dich mitgenommen?
2. Dein bester Tipp, um neue Orte abseits der klassischen Sightseeing-Spots zu entdecken?
3. Gibt es etwas, das du auf Reisen schon immer mal machen wolltest, aber noch nie gemacht hast?
4. Wie, wo und durch was lässt du dich für neue Reisen inspirieren?
5. Nutzt du Reise-Apps? Auf welche würdest du auf keinen Fall verzichten wollen?
6. Reist du voll durchgeplant oder lässt du dich vor Ort spontan treiben?
7. Was war dein bisher verrücktestes Reiseerlebnis?

Mòran taing, Runrig!

You ask me to
Believe in magic
(Runrig, Every river)

Runrig, I can barely express what I’m feeling right now, after this amazing and at the same time heartbreaking weekend. I’m full of words and speechless at the same time. Regardless of how I put those words together I can’t really manage to say all that has to be said. So, for starters, I’ll begin with the most simple yet most important thing: THANK YOU.

A couple of weeks ago, on June 9th, I was in Cologne, celebrating what I thought had been my last concert with you. And then a lot of things happened quite quickly and serendipity found me more than once. Due to a tweet, a retweet by you (I can’t believe how often Twitter already was involved in magic and great things happening in my life) and pure magic I suddenly found myself with two tickets for The Last Dance, your last dance, in Stirling on Friday. I had tried to get tickets before and until this amazing night in June I had been certain I would never succeed.

However, magic and luck joined forces afterwards. Almost in the last minute and definitely in the most unexpected moment (I still can’t really process what happened) I suddenly got tickets for Saturday as well. And I really, really stood there, in Stirling, with this beautiful backdrop, speechless and stunned for minutes, touched and bedazzled forever, paralysed by happiness, drunken with luck and with tears of joy in my eyes.

I’m not usually the concert goer, but seeing you perform on those two nights made me seize every moment. You touched something inside me, triggered all emotions from happiness to sadness (most often at once) and sent me to another sphere. It was a truly special night and I am honoured to have sent you off with that amazing crowd of people. 25,000 singing, dancing, smiling and crying, all feeling what I felt and what cannot to be described properly.

I will always remember this show, this potpourri of feelings, the terrific joy I felt, being part of that amazing crowd, the sadness when it was over, but most of all the thankfulness for having been there. It was a night to remember. It was an honour to be there. Those were moments to touch one’s heart forever.

Thank you Runrig, thank you for the music and the memories. Even if you close this chapter (and I can understand the reasons for this decision), your music will remain, always. The years we shared are far from over, they will go on. Thank you for your capacity to capture so much in your music, to raise issues, to be a unique voice and to express so much more than just the words that make up your songs. I know there are many people who followed you for decades and I am almost ashamed to say I discovered you much later, only a couple of years ago. But this is not to diminish the effect you had on me. Thank you for a lot of memories, for your company and, looking at this weekend, for the most unforgettable concert in my life. I am deeply grateful I was able to celebrate that farewell with you, send you off with tears in my eyes, a smile on my face, fire in my heart and thankfulness in my mind. Mòran taing, Runrig! You asked me to believe in magic – and then it happened.

And, because it’s not possible not to mention it: Thank you to the man who made it possible for me to be there that Saturday night. Thank you to those who made me listen to your songs for the first time. Thank you Scotland. I’ll never forget.

Ein Ausflug nach Peru – in Köln

Tigermilch Kitchen – als bekennender Fan von Großkatzen muss ich zugeben, dass ich allein beim ersten Sichten des Logos des noch nicht allzu lang eröffneten peruanischen Restaurants im Belgischen Viertel bereits Affinitäten hegte. Gleichzeitig kam die Entdeckung gerade recht: Nieselige Wintertage schreien ja quasi danach, Neues zu entdecken und so das Grau draußen durch Dinnerspaß mit Freunden zu übertünchen.

Das ewige erste Hindernis – die Reservierung, bzw. das daran denken, doch noch anzurufen und zu reservieren – löst sich im Tigermilch direkt in Wohlgefallen auf: Ich konnte innerhalb von Minuten problemlos über einen Messenger Bot bei Facebook einen Platz reservieren. Yay! (Und ja, man glaubt es kaum: Ich rede unendlich viel, aber zu telefonieren, um Termine/Reservierungen/Ähnliches zu vereinbaren, widerstrebt mir ungemein).

Vorgestern war es dann soweit: Mein erstes peruanisches Dinner, bzw. genau genommen mein erstes peruanisch-japanisches Fusion-Erlebnis (noch mal yay!). Locationtechnisch ist das Tigermilch natürlich schon ein bisschen hipsterig, aber das ist keineswegs negativ. Der Laden selbst ist angenehm puristisch mit leichtem südamerikanischen Einfluss – aber grundsätzlich geht’s ja auch um die Küche. Da konnten wir uns trotz der Tatsache, dass diese nach dem Tapas-Prinzip funktioniert und wir zu viert waren, kaum entscheiden: So viele leckere Dinge!

Ceviche Tigerstyle

Um das Ceviche kommt man bei peruanischen Einflüssen natürlich kaum herum – aber wer will das auch schon? In diesem Fall fiel die Wahl auf das Ceviche Tigerstyle mit roter Beete, Apfel, Süßkartoffel und Aji Amarillo (endlich wieder Aji!). Zur Ergänzung gab es das Tiradito Nikkei, Lachsscheiben mit Sellerie, Sesam, Amarillo, Mirin, Sojasauce und natürlich ebenfalls Aji.

Causa Pollo

Die Causa de Pollo war dann wieder klassischer peruanisch – und für mich eine Neuentdeckung: Fluffiger Kartoffelstampf, Avocado, Süßkartoffeln, feine Hähnchenfüllung und Mayonnaise. Klingt vielleicht erst mal gewöhnungsbedürftig, war aber großartig. Und es sah auch aus wie aus dem Sterne-Restaurant serviert!

Die flambierten Rindshüftwürfel haben sich vor allem mit ihrer angenehm scharfen Sauce in meinen Rachen und in mein kulinarisches Herz gebrannt. Heißt aber natürlich nicht, dass da nicht auch noch Platz für Schweinerippchen mit japanisch anklingender Barbecue-Sauce oder den Gewinner nach Namen, das Hähnchen „Superlimon con Limon“ (könnte ich ständig einfach nur bestellen, um es zu sagen – aber auch, um es zu essen) wäre.

Arancini. Also fast. Na gut, frittierte Maniokbällchen – mit Käse!

War’s das schon? Neeeeheiiin, denn das Tigermilch hätte da auch noch diverse knusprige Köstlichkeiten anzubieten. Mein Favorit: Die frittierten Maniokbällchen mit Käsefüllung, quasi meine peruanische Variante von Arancini, meinem konstatierten Food-Suchtproblem. Dazu gibt’s, ebenso wie zu den Yuca Frita drei von sieben hausgemachten Dips. Als vorbelasteter Fan merkwürdiger Kombinationen eroberte die Soja-Mayo mit Purpurmais, Zimt und Ananas-Apfel mein Herz, und nicht nur meines. Wenn ein Dip jemanden überzeugt, der Ananas und Zimt sonst geschmacklich wirklich fies findet, aber in der Komposition mag, dann muss man wohl sagen: Alles richtig gemacht, liebes Tigermilch. Das gilt übrigens auch für die Quinoa-Kürbis-Kroketten und die klingen jetzt wirklich hipsterig. Ehrlicherweise sperrt sich in mir grundsätzlich meistens schon etwas bei sogenanntem Superfood-Quinoa-Overload, aber, was soll ich sagen: Der Tiger überzeugte auch da. Miau.

Und sonst so? Was man vielleicht fairerweise sagen muss, ist, dass die Portionen teilweise recht klein, dafür aber eher aus der Kategorie hochpreisiger sind. Das erklärt sich jedoch bei der Qualität wieder ganz gut, die man schmeckt – und wie schwierig es z.B. allein ist, ordentliches Aji hierzulande zu bekommen, durfte ich selbst kürzlich recherchieren. Getränketechnisch gibt’s natürlich die Wahl zwischen Kölsch (so viel Lokal-Wahl muss dann wohl sein ;)) und Pisco Sour, der in diesem Fall trotz meiner allgemeinen Ablehnung Bonuspunkte für die Menu-Kategorie („Pisco Disco“) bekommt.

Generell ist es im Tigermilch eher etwas lauter, für mich aber durchaus authentisch für noch mehr südamerikanisches Come-together-Gefühl. Und ehrlicherweise ist das bei den Tapas-Varianten, die uns da serviert waren, sogar auch fast unbedeutend: Allein für diese Küche muss man ganz, ganz dringend wieder kommen.

(Dieser Beitrag ist eine rein private Meinungsäußerung und Empfehlung, der keinerlei Kooperation, Bezahlung, Vergünstigung oder Abstimmung mit dem Tigermilch Köln zugrunde liegt.)

Places and new things: Wallczka, Cologne

Kann man sich in ein Stück Kuchen verlieben? Das ist eine der Fragen, die ich mir stelle, seit ich gestern zum ersten Mal (endlich!) im Wallczka in Köln-Ehrenfeld war und damit ein lange überfälliges Frühstücks-to-do von meiner Liste tickte. Die Entdeckung erfolgte wie so oft über Instagram und die absolut folgenswerte @blogleuk – und das Wallczka wurde allen Erwartungen gerecht.

Optisch eher schlicht und irgendwo zwischen skandinavisch und industrial gehalten (hoffe ich, mit Einrichtungsstilen hab ich’s nicht so ;)), ist das kleine Café auf der Subbelrather Straße modern, aber trotzdem gemütlich. Die Karte ist verhältnismäßig übersichtlich – sonntags entfällt der Mittagstisch, dafür gibt es bis 17 Uhr Frühstück. Genau das richtige für ewige Langschläfer und wochenendliche Nicht-aus-dem-Bett-Kommer wie mich! Doch im Menu finden sich neben klassischem Frühstück auch ein paar Specials wie Shakshuka (grandios!) und Rösti-Varianten, die mit Käse überbacken oder an Lachs serviert werden. Absolut yummi (und wer braucht da noch klassische Mittagsgerichte?)!

Bis hierhin war alles gut, sogar sehr gut – aber dann kam der Blick in die Kuchentheke (hier dramatisches Geräusch dazu denken)… Die einzige (und völlig absurde) „Kritik“: Man kann sich kaum entscheiden (und dabei bin ich nicht mal riesiger Kuchenfan!)! Scheint allerdings halt auch alles einfach empfehlenswert zu sein, wenn man mal die Gesichter der Kuchen essenden Gäste verfolgt. Ein reines Wunder fast, dass es so friedlich dort war und sich niemand gegenseitig Kuchen vom Teller klaute oder unter wildem Gefuchtel versuchte, ein letztes Stück von auch-so-lecker zu sichern. 😉
Doch zurück zum Ernst des Kuchens: Der Blueberry Cheesecake war auf jeden Fall schon richtig gut, doch dann kam etwas, das alles andere überstrahlte und sich wie eine goldene Erscheinung in meine Geschmacksnerven fräste: Ein Kuchen gewordenes Banoffee, ach was, es klingt so profan, eher eine desserkulinarische Offenbarung! Banane, Karamell, Sahne, Schokolade, knuspriger Keksboden, verdammte Perfektion.
Falls man im Wallczka übernachten darf oder zumindest einen Frühstücks-Delivery-Service dafür haben kann: Ich wäre dann ab jetzt bereit. Immer.

(Dieser Beitrag ist eine rein private Meinungsäußerung und Empfehlung, der keinerlei Kooperation, Bezahlung, Vergünstigung oder Abstimmung mit dem Wallczka Köln zugrunde liegt.)