Heimat.

Seit Anfang August flattern mir immer wieder Beiträge zur Blogparade „Heimat? Was ist das schon?“ von Katja Wenk in die Timeline. Einige der bisher gelesenen Gedanken kenne ich von mir selbst und tatsächlich steht ein Beitrag zum Thema „Was und wo ist Heimat?“ bei mir schon seit einer gefühlten Ewigkeit auf der to do-Liste. Allerdings ist das Thema ja auch ein komplexes, obwohl es erst einmal so einfach klingt. Es ist keines, das man in wenigen Minuten, in einem winzigkurzen Beitrag abhandeln kann, und erst recht keines, auf das es eine eindeutige Antwort gibt. Wie viele Heimatbegriffe es gibt, was dieses Wort alles bedeuten und wofür es stehen kann, das kann man bei dieser Blogparade erahnen. Und ich bin froh und Katja dankbar für den endlich mal konkreten Anlass, nun wirklich mal etwas über meine Idee von Heimat zu schreiben. Weiterlesen

Am Meer sein.


Seit ich denken kann, war Wasser immer mein Element. Warum mich das Meer so viel mehr fasziniert als die Berge es tun, kann ich nicht sagen. Am Meer sein ist einfach wie zu Hause sein.

Sobald ich das erste Stückchen erahne, an dem das Land im Wasser versinkt und der Strand den Übergang markiert, lässt mich das lächeln. Ich liebe es, den Geruch von Salz und Algen in der Nase und den Wind in den Haaren zu haben. Nichts sehen als Weite. Und wenn am Horizont die Grenze zwischen Himmel und Meer verwischt, erscheint es mir immer so, als ob da draußen alles möglich und alle Optionen offen wären.

Am Meer zu sein ist Freiheit spüren. In die Ferne sehen und alles andere hinter sich lassen. Weiter denken, höher, Träume projizieren, Boote mit den Augen verfolgen, lächeln, schon wieder, immer noch. Weiterlesen

Die beste Zeit ist jetzt.

Glück, ach Glück. Dieses flüchtige kleine und doch so große Gefühl. Auch, wenn es uns eigentlich grad wirklich gut geht, steht da allzu oft ein ‘aber’ am Satzende und wartet. Es fehlt (vermeintlich) irgendwo ein kleines Stückchen, damit alles passt. Perfekt ist. Der Moment ist gut, jedoch nicht vollkommen. Warten, grübeln. Die eine Sache in den Vordergrund stehen, die einen winzigen Fehler im Bild darstellt, obwohl das gar nicht so wichtig ist. Oder sein sollte. Könnte.

Und auf der Suche nach dem großen ALLES verlieren wir mitunter den Blick für das gar nicht so kleine, sondern auch schon sehr bedeutsame fast alles. Hier ein Zwicken, da nervt etwas. Und mir selbst geht es ja genauso. Dennoch: Die beste Zeit ist jetzt. Um uns selbst wach zu rütteln. Um zu lächeln und zu begreifen, dass es los geht, das die Zeit ist, in der alles möglich ist. Oder zumindest sein könnte. In der wir uns zu dem machen, der oder die wir sein wollen. Um unseren Weg nicht nur zu planen, sondern auch zu gehen.  Weiterlesen

Briefe schreiben.

An Feiertagen fällt es mir immer besonders auf: Die Zeit der Briefe ist vorbei. Und das finde ich sehr, sehr schade. Sicher, ich bin ganz bestimmt auch nicht die Pionierin zum Erhalt des Briefes, ich schreibe viel zu selten welche. Aber ich möchte das ändern, ein bisschen zumindest.

Natürlich gibt es viele Situationen, in denen Anrufe und Mails das jeweilige Anliegen schneller, einfacher und besser klären. Unbestritten – aber um diese Situationen, in denen Pragmatismus am wichtigsten ist, geht es mir auch nicht. Auch nicht um nostalgische Verklärung, dass der Brief immer die beste Wahl ist. Ich bin ein großer Fan von Mails, SMS und allen anderen Formen der unmittelbaren, sofortigen Kommunikation, die keine Zeitverzögerung durch postalische Zustellung mit sich bringt. Aber es kommt eben auf die Situation an. Weiterlesen

Ein ziemlich guter Sonntag.

Der Sonntag scheint sich allgemein gar nicht allzu großer Beliebtheit zu erfreuen – zu Unrecht, wie ich finde. Für mich ist der Sonntag der ideale Tag für Ruhe, Entspannung, um das zu tun, was man sich schon die ganze Woche vornahm oder um spontan etwas zu unternehmen. Oder alles zu kombinieren. Der Sonntag ist weniger aufgedreht als der von mir auch sehr geliebte Samstag, dafür mehr in einer wattig-weichen Hülle des man-muss-nicht-noch-an-tausend-Orte. Kann man aber natürlich, wenn einem danach ist. Weiterlesen