2019 – Ahoi, Adrenalin!

Tauchen mit Haien, stundenlanges Klettern an ausgesetzten Routen, ein unerwarteter TV-Dreh, Skifoan auf Eispisten mit kurzfristigem Nebel – ich kann jetzt wirklich nicht sagen, dass 2019 besonders bescheiden war, als Adrenalinschübe verteilt wurden. Aber: Es war definitiv auch ein Jahr, in dem ich diverseste Male auf unterschiedlichste Art und Weise über mich hinaus gewachsen bin. Grund genug, dann doch noch mal mit der alljährlich obligatorischen Verspätung einen Blick zurück zu werfen (nicht, dass ich das aufgrund akuter Australien-Vermissung nicht sowieso täglich machen würde):

Januar
Der Januar begann mit Feuerwerk und Soplica in Krakau – definitiv schon mal ein fulminanter Start! Zurück in Köln zog es mich endlich wieder auf die Eisbahn, in diesem Fall die des noch geöffneten Weihnachtsmarktes (Köln = <3). Am nächsten Tag zog dann ungefähr jeder Muskel in meinen Beinen, aber: Das war es wert! Was sich lieber hätte verziehen können, war die Migräne-Lastigkeit des weiteren Monats, die sich glücklicherweise im Jahresverlauf reduzierte. Dafür zog ich noch mal mehr durch Köln, entdeckte tolle neue Läden wie das Café Schwesterhez (Quetschbrot!) oder den Kaffeesaurus. Ansonsten lief der Januar, wie es sich traditionell für die graue Eminenz des Frost- und Regenmonats gehört: Viele Serien gesehen, gelesen, als Doppelkopf-Anfänger teilgekonnt va banque gespielt (und verloren, aber mehr gelernt).

Februar
Mittlerweile steht schon fast das 6-jährige Köln-Jubiläum an, dabei kann ich die halbe Dekade Herzstadt noch gar nicht richtig fassen. Im vergangenen Februar waren sie also voll, die 5 Jahre Köllifornia. Gefeiert wurde, wie es sich gehört, mit Stadt und Lebensart definierenden Getränk (natürlich nicht nur einem, weil das sowieso nie funktioniert). Den Vorsatz der Ruhe erfüllte ich wie immer nur so halberfolgreich und verbrachte spontan ein paar Tage in London. Auch wenn ich immer noch keinen Kaffee trinke, gab es Liebe für das Department of Coffee and Social Affairs und vor allem die Kaffeebecher „Coffee first, then your mundane bullshit“ :D). Die maximale Punktzahl auf jeder Frühstücksskala ging dann aber doch an das Daisy Green – australisches Frühstück, wat willste maache? Ansonsten bot die brexitgebeutelte Metropole schwer nostalgische Straßenmusik, einen ungeplanten Shoppingtrip und neue Perspektiven – eine Menge für ein paar Tage also. London, I’ll definitely be back!


März
Nachdem ich 2018 das Skifahren nach langer Abstinenz wieder entdeckte, stand auch 2019 eine Woche Pistenrausch auf dem Plan. An der Gondel schien mir direkt die bunt illuminierte Anzeige „Willkommen im offiziellen Ski-Gebiet des S04!“ entgegen – wenn man nicht alles selber bucht! ;). Der Himmel konnte in der Woche leider kein königsblaues Versprechen halten, sondern gab sich eher bedeckt – ungefähr so wie die nicht amüsierten Bayernfans in der ans Hotel angeschlossenen Sportsbar auf die Frage, ob Liverpool nicht doch verdient gewonnen habe. Dass der Wirt und sein Sohn beide große BVB-Fans waren, war dann auch der beste schwarzgelbe Ausgleich im blauen Skigebiet – und beide allein wären ein großer Grund, zurück zu kommen. Auch die Pistenlandschaft war grundsätzlich großartig, gerade für den Wiedereinstieg, auch wenn das Wetter nicht ganz so mitspielte. Aber: Man wächst ja an seinen Eispisten. 😉
Viel Eis, aber eher in alkoholischen Getränken, folgte dann auch in Hamburg: Aus 1-2 geplanten Drinks mit einem viel zu lange nicht gesehenen Kollegen wurde ein Rückweg zum Hotel in der Morgendämmerung. Nach einem Konterburger und mehr großartigen Menschen löste ich auch ungeplant sofort ein weiteres Ticket in den Norden: Auf der Marktstraße (jaja, immer wieder dort!) probierte ich mit maximalem Leichtsinn eine Abendrobe ohne jeden vordefinierten Einsatzzweck an, die leider meinen Namen schrie. Da sie noch einen Saum benötigte, benötigte ich noch ein Wochenende in Hamburg, aber das geht ja immer.  

April
One day in Paris – klingt wie der Titel eines vor Kitsch triefenden Songs, war für einen Tag Wirklichkeit. Allerdings nicht für ein romantisches Tête-à-tête, sondern für das Wiedersehen mit einer australischen Freundin nach über 5 Jahren. Trotz Nieselregen fühlte ich mich sehr parisienne, wie ich klischeehaft entlang einer duftenden Boulangerie und durch einen Park lief, bevor wir in einem Café mit dem Wein schon zum Mittagessen anfingen.
Geweint wurde dann auch in Hamburg, nur anders: Nicht etwa wegen der Kleidanprobe (Liebe!), vielleicht schon eher wegen des etwas komplexen Transports, am ehesten jedoch wegen des desaströsen BVB-Spiels am Abend. Aber: Die beste Gesellschaft wird ja durch wenig ruiniert. <3

Mai
Zack, Mai: Zeit, in der alten Heimat ausgiebig durch die Kirschblüte zu wandern – und das Ganze in Köln in der Flora fortzusetzen, um die ersten Frühlings-/Sommerimpressionen zu genießen. Und da der Mai nicht nur das Wetter, sondern ja sowieso alles neu macht, feierte ich dann direkt auch mal den neuen Job ab Juli. Gefeiert wurde auch der Geburtstag einer lieben Freundin in Düsseldorf, inklusive Wiedersehen mit früheren Kommilitonen nach schlanken 10 Jahren.
Und dann wartete da noch eine ganz neue Erfahrung: Meine TV-Premiere. Für RTL, die DKMS und den guten Zweck stand ich vor der Kamera und drehte einen Beitrag mit Moe Phoenix, der mit seinem Song „Mensch ist Mensch“ eine Menge Registrierungen auslöste, und mit Jörg Becher, Schauspieler aus seinem Video. Gedreht wurde, da schließt sich der Kreis, dann auch wieder in der alten Heimat, in Kassel. Ich fürchte, mein Nervositätslevel war selten so hoch wie vor dem Klick auf „Play“, aber dann war es doch halb so schlimm (auch, wenn ich mich selbst im TV noch immer gewöhnungsbedürftig finde).

Juni
Kameras wuselten auch durch meinen Juni-Kalender, bedingt durch zwei jobbedingte Drehs (dieses Mal aber hinter der Kamera). Ich flog nach Berlin und der Monat flog an mir vorbei, bis zur letzten Lücke gefüllt mit einem Job-Countdown, den letzten Auf- und Übergaben und diversesten Abschieds-Kölschs mit den alten Kollegen, auf die auch ein emotionaler Kater folgte (ihr fehlt!).
Zwischendrin durfte ich erneut einen fantastischen Geburtstag in Rom verbringen, wandelte durch die römische Hitze, verwandelte Geld in Schuhe und näherte mich endlich etwas dem Mysterium Trastevere.

Juli
Im Juli startete ich ohne allzu große Pause in den neuen Job und damit auch in meine neue Position als Head of Social Media (woop woop!). Ich lernte mein Team kennen, das ich vom ersten Moment sehr schätzte, erinnerte mich wieder daran, wie anstrengend erste Wochen in neuen Jobs doch sind (So viele Namen! So viele Informationen! So viel alles!) und bekam quasi postwendend eine rote Karte, denn mein Körper schickte mich mit Erkältung aus dem Ring. Jene war leider so hartnäckig wie das Verspätungslevel auf der neu zu pendelnden Strecke Köln – Bonn. Wieder fit, aber noch ohne Stimme wurde ich Hauptdarstellerin des seltenen „Vergnügens“, im neuen Job mit all den neuen Menschen und Vorstellungsrunden einen Tag ganz ohne jede Stimme zu verbringen. Ich, ohne Stimme. Der Juli hatte Humor. 😉 Kaum hatte ich selbige wieder, wurde sie auch nachhaltig eingesetzt: Erst bei einer rauschenden Hochzeit von Freunden, dann beim Pink-Konzert, wovon es direkt zwei im Juli gab – weil man dieser großartigen Frau grundsätzlich gar nicht oft genug zusehen kann, aber auch, weil eines davon eine kurzfristige Überraschung für einen tollen Menschen war. Wild hearts can’t be broken!
Apropos wild, ein weiteres Highlight (=Hailight) fehlt noch: Wer sich schon immer fragte, ob ein riesiges IKEA-Plüsch-Exemplar eines Hais als Handgepäck durchgeht, die Antwort ist ja. 🙂 Die Flugbegleiter waren höchst amüsiert, der Hai bekam durch Zufall sogar einen eigenen Platz inkl. Snack. Statt tief ins Meer ging es an diesem Wochenende in München jedoch hoch hinaus auf einen Gipfel im Umland (gefolgt von einem Belohnungs-Sushi-Koma). Nach bayerischem Brunch gab’s am folgenden Tag einen Besuch im Olympiapark und einen rekordverdächtigen Regenschauer im Englischen Garten, der mich pitschnass machte – und dem Gerücht, Süden = Sommer, den Garaus. 😉

August
Sagte ich, man kann Pink nicht oft genug sehen? Richtig, deswegen stand im August Konzert Nr. 3 im Kalender, denn mit jedem Konzert erweiterte sich der Kreis der teilnehmenden Lieblingsmenschen (eine ganz eigene Geschichte). Musikalisch blieb es auch im Kölner Open-Air-Kino beim nostalgiegetränkten Best Of des Runrig-Abschiedskonzerts. Dabei erkannte die aufmerksame Beobachterin, dass sie sogar selbst zu sehen war – beste Überraschung überhaupt (und schon wieder im TV/Kino)!
Ein bisschen nostalgisch war es auch in Münster, das seine eigene Wettersaga des ewigen Regens bei gefühlten 42 Grad widerlegte. Natürlich war das aber kein Grund, auf dem altehrwürdigen Wochenmarkt nicht Tonnen an Käse zu kaufen (Comté!). Zurück in Köln lockte das klimatisierte Kino, allerdings ließ mir die Vorführung von Free Solo dann den Angstschweiß ausbrechen. Was für eine Leistung, aber auch was für eine gaga Idee, El Capitan allein und ungesichert in dieser Geschwindigkeit hochzurauschen!
Dieser Eindruck verfestigte sich noch viel mehr, als ich Ende August selbst wieder in den Bergen stand: Mein persönliches El Capitan war der Pisciadú-Klettersteig (natürlich gesichert), der mich dank hunderter ausgesetzter Höhenmeter deutlich aus meiner Komfortzone, aber auch in das Hoheitsgebiet von riesigem Stolz katapultierte. Der Rest der Woche war dann auch etwas ruhiger und bestand lediglich aus Wander-Speed-Rekorden (ich spinne auch im Urlaub), Esel streicheln auf Almhütten und liebevoll genötigtem Walzertanz auf High Heels nach einem Tag in den Bergen (bitte fragen Sie nicht ;)).

September
Im September scheine ich mein eigenes Selbst kurzfristig verloren zu haben, denn ich backte Brot (immer noch surreal, sowas auch nur in Verbindung mit meiner Person zu denken). Freunde waren gleichermaßen fassungslos, sodass zu Recht eine Flasche Soplica in einem sehr lustigen Abend dran glauben musste. Andere Surrealitäten: Ich wohnte drei Tage auf einem Schloss, auf dem mehrfach Pavlova serviert wurde (Kann es das überall geben?), wohnte einem sehr kölschen und sehr zauberhaften Konzert von Joseph & Maia in einem winzigen Teeladen (!) bei und schaffte es tatsächlich, 100 km nur im September zu laufen. Oh, und ich absolvierte meine erste Skydiving-Flugstunde und ließ mich per Luftstrom einen Tunnel hochpusten. Körperspannung, aber locker bleiben – ähm ja, natürlich!

Oktober
Im Oktober stand die Hochzeit zweier Freunde noch aus der Abizeit an und damit einhergehend eine Quasi-Zeitreise in die Mauern meines Gymnasiums, ca. 15 Jahre zurück. Sehr lustig, ein bisschen abgefahren und definitiv eine großartige Feier! Meinen größten Respekt hat noch immer die Braut, die mit einem Greifvogel posierte, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Für mich war schon die Reduzierung des Abstands auf ca. einen Meter mit dem kleinen Habicht das Maximum der absoluten Überwindung, die deutlich mehr Adrenalin auslöste als nachfolgende Tauchgänge mit Hai.

November
Im November verbrachte ich kurzfristig ein Wochenende in Hamburg auf Geburtstagsbesuch, formvollendetst abgerundet durch ein ausschweifendes Frühstück bei Mookie’s Goodies. Zurück in Köln folgte der vorgezogene Arbeitsendspurt, der in Kombination mit kurzfristigen Visumsfragen den Adrenalin-Pegel erneut stark in die Höchstwerte jagte. Der Rest liegt irgendwie im Nebel – aber auf unerklärliche Weise waren dann doch alle to dos just in time abgehakt, alle Weihnachtsgeschenke vorsorglich nebenbei besorgt, der Rucksack gepackt, eine Wohnungs-Evakuierung mit in die Planung einbezogen. Trotz obligatorischem (aber einkalkulierten, weil Pendler-Expertise) Bahnausfall ging es nach Frankfurt und von da aus am 28. November Richtung Australien. Happy place, here I come!

Dezember
Hach, der Dezember. Sehnsuchtsmonat, Sehnsuchtsort – und viereinhalb Wochen, die das Amazingness-Pensum eines ganzen Jahres restlos verbrauchten, auf allerschönste Art und Weise. Der Dezember verdient diverse eigene Blogbeiträge (in Planung), um all den umwerfenden und sich permanent selbst übertreffenden Ereignissen Rechnung zu tragen: Die Sichtung der Melbourne-eigenen Pinguin-Kolonie (und dann hat die Stadt auch noch überall Udon-Läden und hätte um ein Haar Batmania geheißen!); die sonnengetränkten Tage an der Gold Coast und in den Wellen von Surfers Paradise; 28km-Wanderungen bei über 30 Grad in O’Reilly’s National Park, in dem Wallabys vor der eigenen Tür herumspringen; die vollständige und kaum angemessen zu beschreibende Abgefahrenheit von Fraser Island mit all seinen Strand-Highways mit kombinierter Flugzeuglandebahn, tödlichen Tieren, gefährlichen Stränden und doch so schönen Flecken, dass man nicht mehr weg will; Lady Elliot Island mit dem verrücktesten Marine Life, das ich jemals sah (Begegnungen mit Haien und Mantarochen und Schildkröten JEDEN Tag); den Whitsundays (was soll man dazu überhaupt noch sagen?); einer Fütterung roter Pandas in Sydney und Sydney, ach immer wieder Sydney. I’d go back in a heartbeat.

So traurig ich bin, dass diese verrückt-wundervoll-schönen Wochen vorbei sind und so schwer es ist, wieder anzukommen, so bin ich doch vor allem dankbar, diese unglaublich großartige Reise gemacht haben zu können. Gleichzeitig zerreißt es mir das Herz, dieses wunderschönste aller Länder literally in Flammen stehen zu sehen (wer etwas tun möchte: Spenden kann man z.B. hier und hier).

2019, danke für so viele unfassbare Momente, Adrenalinschübe, für die Bewegungen aus der Komfortzone, die offenen Fragen, das Reflektieren und alles, was ich dadurch an Learnings mitnehme. 2020, wir zwei haben große Pläne – can’t wait and let’s go!

2018: Ways down memory lane

Auch wenn das neue Jahr 2019 schon die ersten Tage hinter sich hat, möchte ich doch die Gelegenheit nutzen, dem alten Kumpel 2018 noch mal einen Blick hinterher zu werfen. Und wie jedes Jahr geht das für mich erst, wenn es komplett vorbei ist und es ein bisschen Zeit gab, damit sich alles einmal setzt. Also dann, 2018, wie warst du so?

Tatsächlich ist es schwer, 2018 in wenigen Worten zu greifen, dafür war dann doch – wie immer – zu viel los. Insgesamt war es ein schönes Jahr mit Momenten für die Ewigkeit (Runrig!) und einer nicht unerklecklichen Menge Reisen und Reisen in die Vergangenheit, satte 22 Ziele an der Zahl (eieiei!). Aber von vorn:

JANUAR
Mein Januar begann in Lissabon mit Blick auf Hafen und Feuerwerk aus einem zauberhaften verwinkelten Airbnb in Alfama – ein ziemlich grandioser Start! Zurück in Köln las ich seit Langem mal wieder viel (die Morck-Reihe von Adler-Olsen, definitiv zu empfehlen), sah Hamlet und war auf Heimatbesuch in Kassel zum ersten Mal überhaupt im Grimm-Museum. Und der Januar machte Reunions, Revivals und Nostalgie alle Ehre: In München stand ich mit der Patagonien-Crew zum ersten Mal seit 16 Jahren wieder auf Skiern. Auf einer roten Piste. Vereist. Vielleicht nicht der smootheste Start ins wieder-Skifahren, aber mit den besten Begleitungen klappte es – irgendwie – doch (special thanks an die beste frühere Ski-Lehrerin der Welt!).

FEBRUAR
Skifoan war auch bestimmendes Thema im Februar, denn in Österreich – für die Memory Lane passend in Bad Gastein, wo mein letztes Ski-Erlebnis stattfand – nahm ich das Thema eine Woche lang wieder in Angriff. War das anstrengend! Aber es lohnte sich, machte irre Spaß und nach ein paar Tagen war ich wieder drin im Ski-Fieber. Ansonsten bot der Februar das Experiment „in Köln Karneval entgehen und stattdessen Möbel aufbauen“ (erfolgreich), ein Konzert von den High Kings (großartig!) und mein 4-jähriges Köln-Jubiläum inkl. erinnerungswürdigem Abend mit Uni-Freunden.

MÄRZ
Der März lief dann tatsächlich mal etwas geruhsamer an: Mit Mama verbrachte ich ein Wellness-Wochenende in Aachen und in Köln wartete eine irre niedliche kleine Katze darauf, gesittet zu werden. Gut, das war dann dank immer früherem an-der-Tür-kratzen im Morgengrauen zumindest schlafraubend, aber wer kann Katzen schon irgendwas übel nehmen? <3 Und nach dem kleinen Tiger wartete auch ein großer, zumindest laut Logo: Der erste Besuch im Tigermilch in Köln – ich wurde direkt zum Fan!

APRIL
Im April ging es nach Berlin und die Hauptstadt wartete ebenfalls mit zwei Wiedersehen: Mit einem Uni-Freund, den ich seit sechs Jahren nicht mehr gesehen hatte und der definitiv den Preis bekommt für das lustigste spontane Treffen inklusive gemeinsames zwischen-zwei-Terminen-die-Stadt-durchqueren. Und mit einer früheren Kollegin, die einen großen Anteil hatte, dass ich 2014 in Köln landete und meinen Happy Place hier fand – Grund genug, das mit Dumplings und Gin zu feiern!

MAI
New friends, old favourites, amazing food: Anfang Mai stand ein Wochenende in London auf dem Plan – inklusive kulinarischer Highlights irrer Bandbreite (ja, in Großbritannien!): Vom besten Hot Dog überhaupt bis zum Fine Dining im Lima… Und dann war da auch noch diese spontane Gartenparty in Notting Hill, die doch nicht nur bis zum frühen Abend dauerte, sondern bis in den frühen Morgen ging, weil: Zu nette Gäste, zu gute Gespräche, eine zu gute Zeit, um früh zu gehen. Doch auch Köln hatte seine ganz eigene Mai-Magie – der unendliche Sommer streckte seine ersten Fühler aus, ein Kollege füllte den Büro-Kühlschrank mit mehreren Packungen TimTams,und ich entdeckte im Rewe um die Ecke nach jahrelanger Abwesenheit Gatorade Blue – perfekt!

JUNI
Anfang Juni stand ich in der Kölner Lanxess Arena, schwelgte in Schottland-Erinnerungen und dachte, dieses Konzert von Runrig sei das letzte, das ich jemals sehen würde. Little did I know… Wieder einmal durch die schicksalhafte Hand von Twitter und einer Online-Buchung im High-Speed-Verfahren stand fest, dass das letzte Konzert im August nicht ohne uns stattfinden würde. Das allein wäre schon genug für ein Alleinstellungs-Juni-Highlight, doch es folgten noch mehr: Mitte des Monats ging es auf einen Stakkato-Roadtrip von Neapel (Straßenverkehr überlebt!) über die wahnsinnig schöne Amalfi-Küste, Pompeji for more history, einen Geburtstags-Abstecher nach Rom und von dort aus weiter ins lebhaft-studentische Siena, die historischen Gassen von Verona und auf maximaler Bandbreite über die Memory Lane in die Dolomiten zum Klettern, Wandern und Gletscherseen überwinden. Und damit sich das nicht alles liest, als sei alles immer picture perfect: Da gab es definitiv low lights wie eine Toiletten-Kanalisation mit Rück-Schluckauf zu meinem Geburtstag (gerettet durch ein sehr nettes Hotel, viele Fäkalien-Witze im Tagesverlauf und Unmengen Wein) oder den Moment, in dem der Berg gegen mein Knie gewann – aber auch das gehört dazu. Und auch ungute Momente sind mit der richtigen Begleitung, der passenden Einstellung und fragwürdigen Witzen durchaus erinnerungswürdig. 😀

JULI
Den Schluss-Akkord der Italienreise setzte der Gardasee (höllisch touristisch überlaufen, aber im Norden sehr schön), von dort aus ging es nach Toulouse, weiter alten Zeiten hinterher: Nach immerhin 15 Jahren war ich das erste Mal wieder in Trébes, meinem zweimonatigen Schüleraustausch-Domizil. Ich lief erneut mit den charakteristischen bunten Lollis durch die Cité von Carcassonne, die vielleicht niedlichste Katze Frankreichs machte es sich auf mir bequem und in Toulouse warteten spätabendliche Weinbar-Besuche und ein Wakeboard-Wettbewerb, dem man am besten natürlich essend zuschaut. 😀
Das klingt schon viel? In der Tat, und es ist mir fast unangenehm, das zu schreiben: Ende Juli folgte noch ein Besuch in Oslo – und die Stadt eroberte sofort mein Herz und sicherte sich einen der Favoritenplätze. Bei 37 Grad direkt vom Hafen in die Ostsee springen, Tonnen an Lakritz-Softeis essen und irre Skulpturenparks waren nur einige wunderschöne Momente. Oslo, I’ll be back (auch wenn du dann gern etwas günstiger sein dürftest ;)).

AUGUST
Während ich das hier schreibe, frage ich mich schon, wie all das eigentlich in ein Jahr gepasst hat – denn auch der August war pickepackevoll. Mit der Patagonia Reunion Teil 2 in Köln, einem Abend in Kölns neuer Bar with a view, der Monkeys Bar, inklusive dem Zitat des Jahres und erneut zwei Reisen (vielleicht bin ich einfach irre).
Mitte August erlebte ich, auch wenn es schwer auszuwählen ist, mein absolutes Jahres-Highlight: Für das vorletzte Runrig-Konzert flog ich nach Schottland und war erneut sicher, dass es mein letztes sei, schließlich war das allerletzte Konzert am folgenden Tag quasi seit Ticket-Release ausverkauft. Und dann kam der Box-Office-Mensch und plötzlich war das Unvorstellbare real – ungläubig war ich 2018 seltener: Aus dem Nichts hatte ich zwei Tickets für die letzte Show ever und konnte sie tatsächlich sehen (mehr dazu hier)! Und auch die Rückfahrt nach Manchester vier Stunden durch die müde, schottische Nacht war mehr als erinnerungswürdig – das war definitiv the trip of a lifetime!
Ganz gemäß dem Jahresmotto, das weder bewusst gewählt noch aktiv verfolgt wurde, war ich Ende August auch noch in Stockholm. Dort folgte eine Stadtführung über die Dächer der Stadt, es gab scharfe Konkurrenz für die Londoner Hot Dogs bei Östermalms Korvspecialist und ein Geburtstagsdinner am Hafen, ebenfalls einer meiner Lieblingsmomente. Denn die beste Begleitung, eine schöne Stadt und gutes Essen – was will man mehr?

SEPTEMBER
Um mich mal wieder ein bisschen runter zu holen, schenkte mir das Leben im September die Quittung und verordnete mir eine vielleicht sehr berechtigte Zwangspause mit zwei Erkältungswochen. Aber das ist wohl fair. 😉

OKTOBER
Auf Dienstreise stolperte ich in Berlin im Oktober über die Mauer und Köln bestach nach Wochen irrer Hitze mit vielen Goldener-Oktober-Momenten – wer also immer noch nicht glaubt, dass Köln schön sein kann, hätte im Oktober her kommen sollen. 😉

NOVEMBER
Off-season auf den Azoren: Eine seeehr ruhige Woche mit Wanderungen, Bädern in Hot Springs und viel Schlaf war der perfekte Start in den November. Insel-Fazit: Wahnsinnig tolle Landschaft (eine Mischung aus Hawaii und Schottland), und definitiv ein empfehlenswertes (und dazu überraschend günstiges) Reiseziel! Um auch den November noch etwas voller zu packen, stand gegen Ende noch ein Hamburg-Besuch bei Freunden an – inklusive Wiedersehen nach viel zu langer Zeit, einer spontanen Winter-Party und besten Reise-Gesprächen.

DEZEMBER
Die letzte Dienstreise des Jahres führte mich nach Mecklenburg-Vorpommern zum Finale von Mister Germany – dass ich dafür ein Derby verpassen würde, hätte ich vorher auch nicht gedacht, aber: Alles für den guten Zweck. 😉 Mit Mama verbrachte ich ein vorweihnachtliches Wochenende in London, freute mich über die hübschen Beleuchtungen auf der Regent Street, die Arancini bei Zizzi und die schöne Zeit. Nach sehr entspannten und ruhigen Weihnachtstagen setzte dann Krakau dem Jahr noch ein i-Tüpfelchen auf, wobei zugegebenermaßen ein paar Tage in Köln auch völlig ok gewesen wären (hallo, Rastlosigkeit!). Doch das heißt nicht, dass Krakau nicht gefiel: Mit einem erinnerungswürdigen Besuch und Jahresrückblicks-Reflektionen im Cytat Kaffee, entspannten Touren durch die Stadt und natürlich ausreichend Pierogi, Kotlet schabowy und der Entdeckung von Ginger KitKat waren auch dies Tage, die ich nicht missen wollen würde.

Gerade bin ich, nachdem ich all das aufgeschrieben habe, erneut überwältigt. DANKE 2018, für so viele schöne Erinnerungen, Wahnsinnsmomente, neue Favoriten, tolle Menschen, Erkenntnisse, Entwicklungen, Reisen, alles. Für 2019 nehme ich mir dennoch vor, etwas mehr Ruhe herein zu bringen und bin gespannt, ob ich das als Reiseplanungs-Duracell-Häschen so schaffe. Ich bin gespannt auf dieses neue Jahr – wenn es nur in etwa so wird wie 2018, wird definitiv alles schon ganz wundervoll. DANKE, ihr 365 Tage und DANKE all euch tollen Menschen, die das Jahr am Ende vor allem dazu gemacht haben, was es war! <3

(Dieser Beitrag ist ein rein privater, jeglichen Namensnennungen und Empfehlungen liegt keinerlei Kooperation, Bezahlung, Vergünstigung oder Abstimmung mit zugrunde.)

2017: Ein Jahr voller Dankbarkeit.

365 Tage, 14 Reiseziele, ein Umzug, mindestens zwei neue Hobbies, unzählige Momente. Mit Feuer im Herzen, Fernweh im Kopf, Überraschungen im Kalender und vielen Augenblicken purer Happiness in mir. Einerseits verging dieses Jahr so schnell, andererseits passierte auch wahnsinnig viel – Grund genug, auch mit zugegeben ganz ordentlicher Verspätung noch einmal zurückzublicken…

Januar
2017 startete für mich in Sofia mit einem kurzen Feuerwerk, aber umso ausschweifenderem Gruppentanz auf dem Hauptplatz der bulgarischen Hauptstadt. Wie die Tanzenden parallel Smartphone, Zigaretten, Bier und sich selbst gegenseitig im Kreis halten konnten, ist mir übrigens immer noch ein Rätsel.
Ende Januar ging es gleich weiter mit der Mission Fernweh stillen: Ich verbrachte ein Wochenende in London mit Liquid Nitro Ice Cream (klingt chemisch-fies, war aber super), Roof Top Breakfast, der Müsli-Bar mit dem besten Namen ever (Cereal Killer!), einer unvergesslichen Bar-Nacht im Prohibitions-Style im Cahoots und einer überraschenden, aber umso schöneren Zufallsbegegnung mit einem früheren Kollegen auf dem Rückweg zum Flughafen.

Februar
Anfang Februar entdeckte ich mit dem Sabor Ermoso in Köln meine Café-gewordene Sommer-Sehnsucht und einen neuen Lieblingsplatz. Ganz im Gegensatz zum Sommer-Flair stand dann allerdings das nächste Reiseziel: Lappland, mein persönlicher Kältetest. Gewappnet mit -50-Grad-Schuhen, bis zu fünf Lagen und einem breiten Grinsen wanderte ich eine Woche lang durch eine Wunderwelt in blau und weiß und genoss das beste Gefühl von Entspannung durch völlige Abgelegenheit.
Größter Uaaaah-Moment: Die nachts im vereisten Riisitunturi aufkommende und spontane Atemnot auslösende Frage, ob es dort eigentlich Bären gibt.
Größter Wooah-Moment: Eines der unfassbarsten Natur-Erlebnisse überhaupt: Die Sichtung von Nordlicht, wie es grün über den Himmel tanzt. SCHÖNSTER WAHNSINN!!

März
Nachdem sich in Lappland -10 Grad als milde Temperatur in mein Kältesystem fräste, war ein Wochenende in Hamburg keine Herausforderung mehr: In stilechtem Nieselregen schaffte ich, was in 2,5 Jahren Wohnen in HH nicht möglich gewesen war und drehte meine erste Alster-Laufrunde. Außerdem im Programm: Musical mit Mama und die früheste Frühstücksverabredung meines Lebens sonntags um 7 Uhr mit der wunderbaren und schwerstens vermissten Kirsten.
Auch in Köln ging es munter weiter: Es warteten eine persönliche Mutprobe, ein Geburtstagswochenende inklusive Wiedersehen mit Uni-Freunden, ein Junggesellinnenabschied und eine neue Freitagstradition mit der Lieblingskollegin.

April
Auch im April war kein Reisestop in Sicht – der nächste Flug ging für mich nach Wien in ein Wochenende ohne Sachertorte, aber mit Gatorade Blue (viiiel besser!), Schlössern, Wiener Schnitzel und meinem ersten Besuch im traditionsreichen Café Central. Statt Wiener Opernball stand am Ende des Monats dann die Hochzeit zweier Freunde mit ausschweifender (90er)-Party an – I want it that way!

Mai
Um die Bedeutung des Wortes Ruhe zumindest ansatzweise mal erkunden zu können, blieb der Mai quasi reisefrei, abgesehen von einem Ausflug nach Düsseldorf zu Freunden inklusive des ersten Open-Air-Grillens des Jahres und anschließendem gemeinsamen Pokalfinal-Zittern. (Ich sagte doch, ich wollte mal sowas wie Ruhe, Jungs! ;))

Juni
Glitzer, Reisen und eine neue Ära: Im Juni wartete eine 90er-Party, die jede vorsichtige Vorfreude weit übertraf, und mit Neon-Bändchen, TV-Intros und allerhand weiteren besten Überraschungen definitiv zu den unvergesslichen Abenden des Jahres gehört.
Die große 30, die mir so gar keine Sorgen bereitete, sondern mehr Vorfreude auf all das, was so kommen mag, läutete ich (wo auch sonst?) auf Reisen ein. Florenz machte den Auftakt und viel Spaß – unter anderem mit einem 1,8 kg schweren Bisteccia Fiorentina zum Mittagessen, nächtlichem Ausblick über die Stadt vom Piazzale Michelangelo, Kleiderkauf und Schlendern über die Ponte Vecchio. Meinen Geburtstag selbst verbrachte ich in Rom, der ewigen Lieblingsstadt: Wie immer mit einem Besuch im Park und dieses Mal auch in der Galeria Borghese, mit Gelato, tollem Essen und nächtlichen Drinks auf der Dachterrasse des Airbnb – der beste Start, den man sich wünschen kann. <3

Juli
Der Juli punktete mit dem Highscore in der Kategorie „statistisch nicht repräsentative Ergebnisse für die Wohnungssuche in Köln“: Nach zwei Besichtigungen die Zusage für eine grandiose Wohnung, völlige Verwirrung aufgrund akuter Unerwartetheit und die Challenge, schon innerhalb von sechs Wochen umziehen – accepted!
Wenn einem der Kopf sowieso schon in den Wolken steht und drei Millionen Eindrücke auf ihn einprasseln, gibt es ein gutes Rezept: Ruhe, Natur, Into the wild! Und so startete ich in ein Wander-Wochenende, wurde belohnt mit Ausgeglichenheit, guten Gesprächen und erinnerungswürdigen Momenten. Einer davon: Der Abschiedsgruß der Hüttendame: „Pfiats Euch“. Hört sich für mich immer noch nach „Verpisst euch“ an. 😂

August
Die Umzugsvorbereitungen durchbrach eine weitere Reise (OMG, ich war wirklich unfassbar viel unterwegs!). Nach Gozo. Klingt nach Japan, gehört zu Malta und war mir bis Anfang 2017 völlig unbekannt. Dennoch lohnt sich ein Besuch sehr – nicht nur, weil Game of Thrones u.a. dort gedreht wurde, sondern auch, weil man auf Gozo tauchen kann, ich meine Kletter-Premiere feierte, beim lokalen Festival Gozo-Wein und Banoffee probierte und es wahnsinnig viele Katzen dort gibt. Und einen abgefahrenen Fahrstil der Locals, dem ich glücklicherweise bis zum Schluss nicht zum Opfer fiel… 😀

September
Umzug. Umzug. Umzug. Die schlimmste Woche des Jahres. Und die Notwendigkeit zu lernen, dass manchmal auch Plan-B-Varianten reichen müssen, dass am Ende doch alles immer irgendwie klappt – und dass vielleicht auch nicht immer alles ab Woche 1 perfekt sein muss. Obwohl ich das Gefühl habe, mich an kaum mehr als stetes Rotieren zwischen drei Wohnungen zu erinnern, war da aber doch noch etwas (und etwas ziemlich Tolles!): Ein Treffen mit Marco Reus für die DKMS (und wie unfassbar sympathisch und engagiert er ist, großartigst!).

Oktober
To dos bis an die Kalender-Oberkante, in jeder freien Minute Möbelaufbau und parallele Urlaubsvorbereitungen mit charmanten kleinen Krisen – willkommen im Oktober! Auf magische Art und Weise klappte aber doch alles – und am Ende wartete die Erfüllung eines unendlich lang gehegten Reisetraums: Patagonien!

November
The trip of a lifetime – Patagonien kann ich eigentlich nicht anders beschreiben. Wilde Landschaft, so türkise Gletscherseen, dass man die eigene Farbskala im Kopf neu justieren möchte, Berge, Schnee, Sonne, die gute Anstrengung langer Hikes, unvergessliche Momente, das Ende der Welt und unendliche Happiness – es war die Definition von schön. Selten fiel es mir so schwer, einen Ort zurückzulassen wie in Patagonien – auch, wenn mit den Iguazu-Fällen und Uruguay weitere große Ziele darauf warteten, Atem und Worte zu rauben. Wahnsinn und Liebe und unendliche Dankbarkeit.
Schon nach sechs Tagen zurück in Köln ging es auch schon wieder weiter: In die mir bis vor Kurzem noch unbekannte Hauptstadt Irlands (die junge Frau und das Fernweh und so). Die Reisen sind nicht ansatzweise vergleichbar, aber nach dieser Vorlage von Patagonien war es fast überraschend, wie viel Reiseliebe Dublin direkt auslöste (wenn auch ganz andere): Eine charmante Stadt, ein zauberhaftes BnB, fantastisches Essen und Eintauchen in die Vorweihnachtszeit – woop woop!

Dezember
Hurtig weiter, genau so, wie das ganze Jahr verlief: Auf Weihnachtsvorbereitungen auf Highspeed folgte allerdings auch tatsächlich im Dezember ein erstes Gefühl von Müdigkeit, ein Bedarf an mehr Zeit und der Wunsch, mal runterzukommen. Daran arbeite ich dann 2018. 😉 Nach wunderschönen Weihnachtstagen folgte zunächst dann aber noch das letzte Reiseziel des Jahres: Lissabon. Und Lissabon belohnte: Mit Ruhe, mit dem wunderbarsten Blick auf den Hafen aus einem winzig kleinen, aber maximal charmanten Airbnb, mit gutem Essen und Wein und einer Atmosphäre zum sich verlieren. Ich möchte die Prognose wagen, dass ich dort nicht zum letzten Mal war.

Jetzt, wo ich es aufgeschrieben habe, bin ich umso mehr überwältigt von diesem letzten Jahr. Wow, ich durfte wahnsinnig viel (und wahnsinnig viel Schönes!) erleben. 2017 war nicht nur ein Jahr mit signifikanten Reisen, sondern mit verdammt vielen wundervollen Momenten, gelebten Träumen, wahnsinnig viel purem Glück und auch mit neuen Schritten, wichtigen Erkenntnissen und tollen Begegnungen. 2017, wie schön, dass wir diese schöne Zeit hatten, gemeinsam weiter gewachsen sind, um noch gefestigter zu sein auf dem Weg, mit klarem Blick, wohin die Reise(n) 2018 gehen soll. DANKE! Und danke natürlich vor allem auch an die wundervollen Menschen in meinem Leben, die 2017 zu dem Jahr gemacht haben, das es gewesen ist. Danke, dass es Euch gibt, danke für all die Augenblicke und Erinnerungen, danke für euch! <3

2016: On my way.

Das neue Jahr ist gerade geschlüpft, 2017 ist hier, 2016 Geschichte. Dessen Ende konnten viele Menschen nicht schnell genug herbeisehnen: Das Ende eines Jahres, das weltpolitisch sicher noch eine Menge Luft nach oben gehabt hätte. Ein Jahr, das für mich persönlich hingegen aber auch ein wirklich schönes war. Eines, in dem ich in vielen Momenten sehr pur glücklich war. Ein Jahr mit sehr vielen Reisen. Ein Jahr, das oft (literally) wie im Flug verging, in dem ich aber auch viel erlebt habe. Eines, in dem ich meiner Vorstellung davon, wo und wie ich sein und wo ich hin möchte, noch mal deutlich näher gekommen bin. 2016 war ich sehr auf meinem Weg, das trifft es wohl ganz gut. Daher: Zeit, noch einmal kurz zurückzublicken:

Januar
neujahr2016 begann am weißen Sandstrand mit Feuerwerk, am Tag schaukelte ich unter Palmen und badete in einem Wasserfall – ein sensationeller Start! Es folgten: Der Abschluss des Rescue Divers, mehr Tauchgänge an den wunderschönen Similan Islands inklusive Mantarochen in 1,5m Abstand (wohooo!) – und mit der Rückkehr nach Deutschland ein Temperaturschock um -40°C, genutzt für Winterwanderungen in der Eiffel.

Februar
madridKöln, Karneval – und die Gelegenheit für eine neue Reise! Madrid lebte trotz frostiger Temperaturen auch nachts unter der Woche schon sehr auf und bot eine versteckte, aber sehr erinnerungswürdige Tapas Bar, legendäre Churros, tolle Ausblicke und Unmengen von kleinen Snacks im Mercado de San Miguel. In Köln wartete mein erstes LaserTag-Game, Passiv-Sport mit Rugby im Jameson’s und dem Auswärtsspiel des BVB in Leverkusen (erinnerungswürdig eher durch die Begleitumstände als das Spiel selbst – Grüße an dieser Stelle an Ina, Kathrin und Jan! ;)).

März
ko%cc%88lnDer März fing mit Reisen beruflicher Natur an: 3 Tage München, 2 Abende unterwegs, ein Banane-Walnuss-Muffin, unzählige gute Gespräche. Beruflich ging es auch weiter – mit dem Startschuss für meinen neuen Job. Und apropos Startschuss: Auch das Laufen hab ich endlich wieder regelmäßiger (und mit 10km Standarddistanz) aufgenommen.

April
Ich erinnere mich an das erste Essen auf der Terrasse, Ungeduld, einen sehr unterhaltsamen Theaterbesuch („Fremde Verwandte“), ein tolles Konzert von Hans Zimmer und eine unfreiwillige, skurrile, ziemlich verstörende Fortbildung in Verschwörungstheorien durch einen verlorenen Rucksack.

Mai
barcelonaWährend mich ein Infekt völlig aus der Bahn warf, läutete er auch meine 2016er-Lese-Saison ein: Ich begann mit „A song of ice and fire“ (die Game-of-Thrones-Reihe). Eine kurze Pause gab es für einen Kurztrip nach Barcelona mit mehr Tapas, unendlich vielen wunderschönen Gebäuden, einem Aufenthalt am Strand, einer Seilbahnfahrt und Wanderungen auf dem Hausberg. Auch das Kölner Umland hielt noch eine Neuentdeckung bereit: Ich bezwang den Drachenfelsen. 😉

Juni
romEiner der vollgepacktesten Monate des vergangenen Jahres – zum Geburtstag reiste ich erneut (I’m a lucky girl, most definitely) nach Rom, inklusive erwartbaren Schuhkäufen (3) und dem besten Pistazien-Eis sowie der besten Pizza ever sowie einem endlich unverstellten Blick auf den Trevi-Brunnen. Danach folgte mein Agentur-Abschied bei Weber Shandwick, verbunden mit einem Blick auf die vergangenen 2,5 Jahre und viel Dankbarkeit für eine gute Zeit sowie der Sicherheit, dass lieb gewordene Kollegen Freunde bleiben. Die letzten Resturlaubstage wurden dann „vertaucht“: im Unterwassermuseum auf Lanzarote und bei meinem ersten Dive-Through!

Juli
julyNeuer Job, neuer Job, neuer Job: Am 1. Juli fing ich als Social Media Managerin bei der DKMS an und das war eine der prägendsten und besten Entscheidungen des Jahres. Tolle Aufgaben, tolle Kollegen, eine wertvolle Mission – ich bin sehr, sehr happy.

August
Franzbrötchen und Freunde in Hamburg, mein erstes Himmel un Äd in Köln (yummi!), mein erster DKMS-Lauf und die Geburt der Idee meines ersten Halbmarathons (wer hätte gedacht, dass ich das je möchte?)… Der August war voll mit tollen Momenten, Gesprächen und Ideen – und zog auch hier mit erneut enormer Geschwindigkeit vorbei.

September
berlinEin Kurztrip nach Frankfurt, neuer Input für meine 2016er Playlist (die ich mit etwas Disziplin auch noch verblogge), ein Wiedersehen mit alten Kollegen (danke, dmexco!), ein sehr, sehr schönes Sommer-Wochenende in Berlin mit geheimem Restaurant, toller entdeckter Bar, Museumsbesuch und Hipster-Schwimmbad und die letzten Urlaubsvorbereitungen – und dann hieß es schon wieder: Up, up – nach Schottland!

Oktober
schottlandWas soll ich sagen? Die schottischen Highlands raubten mir den Atem und die Worte. Ich kletterte noch vor Sonnenaufgang Berge hoch, erklimmte weitere trotz angeknackstem Knöchel und wurde mit unvergesslichem Ausblick belohnt (unvernünftig, trotzdem lohnenswert), ging fast ein, als die Auto-Werkstattleuchte 30km im Nirgendwo auf einer Single-Track-Road in der tiefsten Dunkelheit anging, summte permanent Runrig, entdeckte Inseln, Fairy Pools, vielleicht auch ein bisschen Whisky, probierte Haggis und Haggis-Chips, staunte jeden Tag über das nicht zu erwartende, aber vorhandene grandios klare Sonnenschein-Wetter und und und. Es war wunderschön.

November
Der November begann quasi mit der Champions-League-Hymne beim Heimspiel gegen Lissabon, beinhaltete leider eine (immerhin nur leichte) Lebensmittelvergiftung und zahlreiche Rennereien, um endlich den Handyvertrag zu wechseln, aber auch neue Köln-Entdeckungen wie das Kaizen und das Gedankengut. Um die Reiseroutine nicht zu vernachlässigen, ging es erneut nach Berlin, hier ebenfalls mit Entdeckungen wie dem Dr. To’s für asiatische Tapas und dem Wiederbesuch des Le Bon für sehr leckeres Frühstück. Um weiterhin in Schottland-Erinnerungen zu schwelgen, war das Runrig-Konzert der perfekte Aufhänger. Ach ja, und ich beendete endlich die Game-of-Thrones-Buchreihe!

Dezember
sofiaPassend zum Rest des Jahres beinhaltete auch der letzte Monat desselben ein volles Reiseprogramm – nicht nur zu Weihnachten, sondern auch drum herum: Mit meinem vorweihnachtlichen ersten Paris-Besuch, bei dem ich nicht nur die Sprache wieder etwas auffrischen konnte, sondern auch den besten Cocktail ever trank und kopfschüttelnd vor happiness den Blick auf den Eiffelturm genoss. Zum Jahresende ging es über einen kurzen Wien-Stopover (mit Zeit für Naschmarkt, Hofburg, Stephansdom und Schnitzel-Dinner) auf nach Sofia: Eine superspannende Stadt voller Gegensätze. Und genau dort feierte ich vor historischer Kulisse und mit vielen tanzenden Bulgaren sehr entspannt ins neue Jahr.

2016 war definitiv ein Jahr, das ich für meinen Weg nicht missen möchte. Während sich so viele gerade fragen, wie 2017 ihr „new self, new life“ so aussehen soll, stelle ich fest: Ich bin ganz schön glücklich. Mit meinem Leben, mit den Menschen darin, mit meinem Job. Mit meinem Weg, meinen Zielen, den weiteren Ideen. Den Möglichkeiten, den Plänen. Ich freue mich darauf, wie es weitergeht. Und sage an dieser Stelle DANKE an alle, die 2016 für mich zu diesem schönen Jahr gemacht haben. <3

 

2014 war schön.

Im Dezember kursierte auf Twitter das Hashtag #jahrin3worten, unter dem sich diverse kürzeste Kurzzusammenfassungen des just abzulaufenden Jahres sammelten. Und nachdem jetzt der vollständige Rückblick auf die 365 Tage des Jahres 2014 möglich ist, möchte ich, wie in jedem Jahr, hier noch eine kleine Bestandsaufnahme wagen. Um mit meinem Twitter-Statement zu beginnen:

Sehr schön sogar, um genau zu sein. Es hat sich viel verändert, nahezu alles zum Besten. Das Jahr bot unzählig viele unvergessliche Momente, unvergleichliche Begegnungen und bescherte mir haufenweise Glücksgefühle. Was daran einen großen Anteil hatte: Mein Umzug nach Köln, mein Stadt gewordenes Happy-Gefühl. Was sonst noch so passierte? Der Rückblick in Monaten: Weiterlesen

Ach, Fernsehen.

Ich mag Jahresrückblicke sehr. Eigentlich. Ich mag es, zurückzublicken und das Jahr zu bewerten, noch einmal zu rekapitulieren und zu bilanzieren, was so passiert ist. Gutes wie Schlechtes, in der Welt wie im Privaten. Ich mag es, mich erneut an Dinge zu erinnern, die sich mir sowieso unwiderruflich ins Gedächtnis gebrannt haben und an solche, die ich fast schon wieder vergessen habe. Am Ende des Jahres bekomme ich immer auch noch einmal ein bisschen ein neues Zeitgefühl für die vergangenen 365 Tage – es gibt so vieles, bei dem ich verwundert feststelle, wie lange das jeweilige Ereignis schon wieder her ist, genauso aber auch einiges, das mir vorkommt, als läge es schon länger zurück.

Apropos 365 Tage: Da fängt mein Problem mit den TV-Jahresrückblicken schon an. Denn Anfang Dezember kann man wohl kaum auf die gesamten zwölf Monate zurückblicken, schließlich fehlt da einer fast noch vollständig. Scheint in der Programmplanung niemanden zu stören, mich aber dafür umso mehr. Jahresrückblicke ab Anfang Dezember sind völliger Irrsinn, zwischen Weihnachten und Silvester könnten sie sicher ebenso ihren Platz finden und müssten nicht fast 1/12 des Jahres außer Acht lassen. Wäre das der einzige Kritikpunkt, ich könnte vermutlich darüber hinweg sehen. Aber das ist ja leider erst der Anfang, kommen wir also zum Inhaltlichen. Weiterlesen

2012 – ein Blick zurück, ein Blick nach vorn

Wie das Jahr selbst, so fliegt auch der letzte Tag nur so vorbei. Dennoch nehme ich mir jetzt noch einmal Zeit zum Durchatmen, zum Zurückblicken, zum Erinnern und Reflektieren. Also, bevor ich gleich wieder hektisch werde, das Essen und mich selbst auf die Party vorbereite, den Tisch decke und und und. Weiterlesen

NEVEREVERSOUND – 2012 IN MUSIK

Vielleicht erwähnte ich es ja bereits: Ich bin großer Fan von Jahresrückblicken. Auch wenn mir die im Fernsehen leider immer weniger gefallen, so mag ich doch das Konzept an sich, am Ende eines Jahres noch mal zurück zu blicken, ein Fazit zu ziehen, darauf aufbauend neue Ziele zu konkretisieren oder einfach nur schöne Momente aus der Erinnerung zusammen zu sammeln. Oder eben schöne Musik. Oder bemerkenswerte. Genau das folgt nämlich jetzt: Die Musik, die mich 2012 begleitet hat. Los geht’s mit meinem Soundtrack des Jahres: Weiterlesen

Ein schwarz-gelber Jahresrückblick

Gestern entdeckte ich zufällig via Twitter das Jahresrückblicksstöckchen im Blog vom Nedfuller. Und da ich großer Fan von Jahresrückblicken (ein übergreifender folgt noch) ebenso wie vom Fußball bin und ja auch generell mehr bloggen wollte (warum ich es zu oft dann doch nicht tue, wie sich im nicht gelungenen Adventsexperiment zeigte, dazu ebenfalls noch später), nehme ich diese Gelegenheit doch gern an. Hier nun also mein völlig subjektiver Rückblick auf ein fabelhaftes schwarz-gelbes Fußballjahr: Weiterlesen